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Siehe, ich komme wie ein Dieb. Glückselig, der wacht und seine Kleider bewahrt, damit er nicht nackt umhergeht und man nicht seine Schande sieht!
Offenbarung 16,15
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Bewahre mich, o Freund der Seele,
durch deine Macht zur Seligkeit;
hier gibt’s noch mördervolle Höhlen,
von außen Furcht, von innen Streit,
viel tausend Mängel und Gebrechen,
die Mut und Glauben können schwächen.
Gewiß ich würde noch gefällt bei so viel
Schlingen, Netz und Stricken,
damit der Feind sucht zu berücken,
wenn mich nicht Gottes Macht erhält.
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Frage:
Wo ist die brennende Flamme für Jesus?
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Zum Nachdenken: Es ist eine gewaltige Gefahr für meinen Glauben, wenn ich mich dieser Welt gleichstelle; wenn ich mich ungeniert in dieser sündigen, heuchlerischen Welt bewege und quasi mitmache in dem Verhalten der sündigen Weltmenschen um mich herum. Oder, wenn ich aufgefressen werde von den Sorgen um irdische Dinge oder weltlichen Mitmenschen.
Der Teufel will die Liebe zu Jesus und das Vertrauen erschüttern. Die Gefahr einzuschlafen ist real und wird genährt durch die feine Verführung um mich herum. Wo ist die brennende Flamme zu Jesus? Ich will meinen Glauben nicht in der Heuchelei verlieren und ich will keine fromme Maske tragen. Ich muss Wachsamkeit üben, mich von der Welt absondern und eifrig in der Nachfolge stehen. Gott selbst möge Seine Allmacht durch den Heiligen Geist in mir wirken lassen, dass ich nicht strauchle. |
| Nachfolge, Hingabe und Treue | (Mit obiger Navigationsleiste kann innerhalb des Nachfolgelieder-Menüs geblättert werden oder eine Blockanzeige aufgerufen werden)
| Der schmale Weg ist breit genugNachfolgelied zu Matth. 7,14
Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden. Matth. 7,14 (Luther 1912) |
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1. Der schmale Weg ist breit genug zum Leben;
wenn man nur sacht und grad und stille geht,
so wird man nicht so leichtlich umgeweht.
Man muß sich recht hineinbegeben,
so ist er breit genug zum frommen Leben.
2. Des Herren Weg ist voller Süßigkeiten,
wenn man es nur im Glauben recht bedenkt,
wenn man das Herz nur fröhlich dazu lenkt.
Man muß sich recht dazu bereiten,
so ist der schmale Weg voll Süßigkeiten.
3. Du, mußt erst Geist aus Geist geboren werden,
dann wandelst du des Geistes schmale Bahn;
sonst ist es schwer und gehet doch nicht an.
Weg, schnöder Sinn, du Schaum der Erden!
Ich muß erst Geist aus Geist geboren werden.
4. Wer die Geburt aus Christus hat erlanget,
der folgt allein dem Herren treulich nach;
er leidet erst, er trägt erst seine Schmach,
eh er mit ihm im Lichte pranget,
wer die Geburt aus Christus hat erlanget.
5. Er wird mit ihm in seinen Tod begraben,
er wird im Grab auf eine Zeit verwahrt,
er stehet auf und hält die Himmelfahrt;
er kriegt darauf des Geistes Gaben,
wenn er zuvor mit Christus ward begraben.
6. Derselbe Geist, der Christum hier geübet,
derselbe übt die Jünger Christi auch;
der eine Geist hält immer einen Brauch,
kein andrer Weg wird sonst beliebet:
der Jünger wird wie Christus hier geübet.
7. Und ob es gleich durch Tod und Dornen gehet,
so trifft´s doch nur die Ferse, nicht das Herz;
die Traurigkeit läßt keinen tiefen Schmerz
dem, der getrost und feste stehet,
obschon es durch den Tod und Hölle gehet.
8. Das sanfte Joch kann ja so hart nicht drücken,
es wird dadurch das Böse nur gedrückt;
der Mensch wird frei, damit er nicht erstickt.
Wer sich nur weiß darein zu schicken:
das sanfte Joch kann ja so hart nicht drücken.
9. Die leichte Last macht nur ein leicht Gemüte;
das Herz hebt sich darunter hoch empor,
der Geist kriegt Luft, er tritt mit Kraft hervor
und schmeckt dabei des Herren Güte.
Die leichte Last macht nur ein leicht Gemüte.
10. Zieh, Jesu, mich, zieh mich, dir nachzugehen;
zieh mich dir nach, zieh mich, ich bin noch weit!
Dein schmaler Weg ist voller Süßigkeit,
des Guten Füll ist hier zu sehen.
Zieh, Jesu, zieh mich, dir nachzugehen.
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(Nachfolgelied, Autor: Christian Friedrich Richter (1676 - 1711))
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