Gottes Güte & Gnade

christliche Gedichte und Lieder

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 15.06.2024

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Nicht jeder darf zu Gott in den Himmel gelangen!

Wer darf auf den Berg des HERRN steigen? Und wer darf an seiner heiligen Stätte stehen? Wer unschuldige Hände hat und ein reines Herz, wer seine Seele nicht auf Trug richtet und nicht falsch schwört. Der wird Segen empfangen von dem HERRN und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils. Dies ist das Geschlecht derer, die nach ihm fragen, die dein Angesicht suchen

Psalm 24,3-6

Wer darf da sehen Gottes Antlitz,
wer darf da stehn vor seinem Thron?
Nur der da ist reines Herzens,
und ist kein Falsch in seinem Tun!
Dem wird zuteil der Segen Gottes,
und Gerechtigkeit vom Herrn,
das sind die, die nach Ihm fragen,
ja, die erhört der HERR auch gern!

Frage: Wollen Sie zu Gott in den Himmel gelangen? Haben Sie auch das Anrecht dazu?

Zur Selbstprüfung: Jesus sagte es bereits in der Bergpredigt: `Glückselig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen!` (Matth. 5,8). Wir alle sind Sünder (Römer 3,23) und haben somit aus uns heraus keine Chance vor Gott bestehen zu können. Da nur Jesus das reine, sündlose `Lamm Gottes` ist, welches der Welt Sünde trägt (Joh. 1,29), ist auch nur ER die Tür zum Vater im Himmel (Joh. 10,9) und DAS Leben (Joh. 14,6)! Nur wer Jesus als HERRN und Retter im Leben aufnimmt wird ein Gotteskind (Joh. 1,12) und nur wer Jesus seine Sünden bekennt erlangt Vergebung (1. Joh. 1,9). Hast Du dies getan? Wenn nicht, nimm noch HEUTE Jesus als Erretter und HERRN an - in Kürze wird es zu spät sein! (gerne können Sie sich dazu auch an unsere Seelsorge wenden - siehe Link)

( Link-Tipp zum Thema: www.gottesbotschaft.de/?pg=10 )

Gottes unverdiente Güte und Gnade

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Inhalt

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Mein Heiland nimmt die Sünder an

Begnadigungslied zu Matth. 11,28



Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.

Matth. 11,28 (Luther 1912)


1. Mein Heiland nimmt die Sünder an,
die unter ihrer Last der Sünden
kein Mensch, kein Engel trösten kann,
die nirgends Ruh und Rettung finden.
Denen die weite Welt zu klein,
die sich und Gott ein Greuel sein,
denen Moses schon den Stab gebrochen
Und sie der Hölle zugesprochen,
Wird diese Freistatt aufgetan:
mein Heiland nimmt die Sünder an.

2. Sein mehr als mütterliches Herz
trieb ihn von seinem Thron auf Erden,
ihn drang der Sünder Weh und Schmerz,
an ihrer Statt ein Fluch zu werden.
Er senkte sich in ihre Not
und schmeckte den verdienten Tod;
nun, da er denn sein eigen Leben
zur teuren Zahlung hingegeben
und seinem Vater gnug getan,
so heißts: Er nimmt die Sünder an.

3. Nun ist sein aufgetaner Schoß
in sichres Schloß gejagter Seelen;
er spricht sie von dem Urteil los
und tilget bald ihr ängstlich Quälen.
Es wird ihr ganzes Sündenheer
ins unergründlich tiefe Meer durch
seinen Tod und Blut versenket
und ihnen Gottes Geist geschenket,
der freudig Abba rufen kann,
Mein Heiland nimmt die Sünder an.

4. So bringt er sie dem Vater hin
in seinen starken Liebesarmen;
das neiget denn den Vatersinn
zu lauter ewigem Erbarmen.
Er nimmt sie an an Kindes Statt;
ja alles, was er ist und hat,
wird ihnen eigen übergeben,
und selbst die Tür zum ewgen Leben
wird ihnen fröhlich aufgetan.
Mein Heiland nimmt die Sünder an.

5. O solltest du sein Herze sehn,
wie sich´s nach armen Sündern sehnet,
sowohl wenn sie noch irre gehn
als wenn ihr Auge vor ihm träuet!
Wie streckt er sich nach Zöllner aus,
wie eilt er in Zachäi Haus,
wie sanft stillt er der Magdalenen
den milden Fluß erpreßter Tränen
und denkt nicht, was sie sonst getan!
Mein Heiland nimmt die Sünder an.

6. Wie freundlich blickt er Betrum an,
ob er gleich noch so tief gefallen!
Nun, dies hat er nicht nur getan,
da er auf Erden mußte wallen,
nein, er ist immer einerlei,
gerecht und fromm und ewig treu;
und wie er unter Schmach und Leiden,
so ist er auf dem Thron der Freuden
den Sündern liebreich zugetan.
Mein Heiland nimmt die Sünder an.

7. So komme denn, wer Sünder heißt,
und wen sein Sündengreul betrübet,
zu dem, der keinen von sich weist,
der sich gebeugt zu ihm begibet.
Wie? willst du dir im Lichte stehn
und ohne Not verloren gehen?
willst du der Sünde länger dienen,
da dich zu retten er erschienen?
O nein, verlaß die Sündenbahn!
Mein Heiland nimmt die Sünder an.

8. Komm nur mühselig und gebückt,
komm nur, so gut du weißt zu kommen.
Wenn gleich die Last dich niederdrückt,
du wirst auch kriechend angenommen.
Sieh, wie sein Herz dir offen steht
und wie er dir entgegen geht!
Wie lang hat er mit vielem Flehen
sich brünstig nach dir umgesehen!
So komm denn, armer Wurm, heran!
Mein Heiland nimmt die Sünder an.

9. Sprich nicht: Ich hab´s zu grob gemacht,
ich hab die Güter seiner Gnade zu lang
und schändlich durchgebracht,
er hat mich oft umsonst geladen.
Wofern du´s nur jetzt redlich meinst
und deinen Fall mit Ernst beweinst,
so soll ihm nichts die Hände binden,
du sollst auch jetzt noch Gnade finden,
er hilft, wenn sonst nichts helfen kann.
Mein Heiland nimmt die Sünden an.

10. Doch sprich auch nicht: Es ist noch Zeit,
ich muß erst diese Lust genießen,
Gott wird ja eben nicht gleich heut
die offnen Gnadenpforten schließen.
Nein, weil er ruft, so höre du
und greif mit beiden Händen zu!
Wer seiner Seele heut verträumet,
der hat die Gnadenzeit versäumet,
ihm wird hernach nicht aufgetan.
Heut komm, heut nimmt dich Jesus an.

11. Ja zeuch uns selber recht zu dir,
holdselig süßer Freund der Sünder,
erfüll mit sehnender Begier
auch uns und alle Adamskinder,
zeig uns bei unserm Seelenschmerz
dein aufgeschloßnes Liebesherz!
Und wenn wir unser Elend sehen,
so laß uns ja nicht stille stehen,
bis daß ein jeder sagen kann:
Gott Lob, auch mich nimmt Jesus an.


(Begnadigungslied, Autor: Leop. Franz Fried. Lehr (1709 - 1744)


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