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Gott aber, sollte er das Recht seiner Auserwählten nicht ausführen, die Tag und Nacht zu ihm schreien, und sollte er es bei ihnen lange hinziehen?
Lukas 18,7
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Versorg uns auch, o Herre Gott,
auf diesen Tag, wie`s uns ist Not,
teil uns dein` milden Segen aus,
denn unser Sorg richtet nichts aus.
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Frage:
Bete ich tatsächlich in der rechten Weise zu Gott?
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Zum Nachdenken: Wie zaghaft bete ich doch zu meinem Herrn. Und welche Kleinigkeiten bringe ich vor Ihn. Für meinen großartigen Gott aber ist kein Anliegen zu groß oder zu unbedeutend. Alles steht in Seinen Händen. Ich muss lernen die Erfüllung meiner Gebete Ihm zu überlassen. So wie ich irdische Dinge und Mitmenschen loslassen muss, so muss ich auch die Antwort Gottes auf meine Bitten loslassen.
Wer bin ich denn, dass ich Gott einen Wunschzettel an Bitten präsentiere und die Erfüllung meiner Bitten am besten sofort erwarte. Er will gebeten werden in großen und kleinen Dingen. Er will mir Erbarmung und Gnade schenken - und ich darf darauf vertrauen, dass Er es wohl machen wird; aber alles zu Seiner Zeit und nach Seinem Wohlgefallen. Ich möchte mehr beten lernen und geduldig abwarten. Ich möchte mehr Vertrauen, dass Er es gut mit mir meint. Und ich möchte endlich zur Ruhe kommen. |
| Gottes unverdiente Güte und Gnade | (Mit obiger Navigationsleiste kann innerhalb des Gottesgnade-Menüs geblättert werden oder eine Blockanzeige aufgerufen werden)
| SumpfBegnadigungsgedicht zu Jesaja 55,6
Sucht den Herrn, solange er zu finden ist; ruft ihn an, während er nahe ist! Jesaja 55,6 (Schlachter 2000) |
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Wir schreiten aus mit festem sich´rem Tritt.
Ein würzig-kühler Hauch des Herbstes nimmt uns mit.
Die bunten Blätter glänzen feucht im Sonnenlicht,
der Sommer geht, die Wärme seiner Tage bleibt uns nicht.
Schon enger wird der Pfad, beschwerlicher das Gehen,
wir spüren kalten Moderhauch rings um uns wehen.
Halt! Jetzt wird’s Geläuf‘ unwegsam und glatt,
wir setzen uns ein wenig, ruhen matt!
Doch weiter muss es gehen, dem Ziel entgegen,
zu lange schritten wir auf falschen Wegen.
Doch wo sind unsere Wegeszeichen?
Und werden unsere Kräfte reichen?
Und plötzlich, da! Ein falscher Schritt!
Wir brechen ein, der kalte Morast reißt uns mit
und eisig kriecht die Kälte in die Knochen,
der Pfad vor uns scheint ganz zerbrochen!
Wir sinken tiefer, drehen uns und schrei`n,
der Morast zieht uns tiefer nur hinein!
Ein grauer Nebel nimmt uns jede Sicht,
verlöscht nun bald das Lebenslicht?
Soll es denn wirklich in die Grube gehen?
Wie werden wir vor unserem Schöpfer stehen?
Gewogen und am Ende doch zu leicht befunden?
Droht uns der Hölle grausig Schlunden?
Gedanken jagen, das Leben spult sich ab,
von Kindheitstagen bis hin zum nahen Grab.
Und alle Sünden fallen uns jetzt ein,
sind wir mit unserer Schuld am Ende ganz allein?
Ist Hoffnung auf die Rettung eine Illusion?
Nein, denn die Hilfe ward uns schon
geschenkt aus Gnade von dem Mann auf Golgatha.
Können wir es fassen, was dort geschah?
Nein, diese Tat verschließt sich dem Verstand,
wir müssen’s glauben, dass sich Gott zu uns bekannt.
Sich neigt hinaus zum Sumpfe der Verlorenheit,
uns reißt heraus aus Angst und Sündenleid.
Jetzt da, ein Licht blinkt auf dem trügerischen Steg,
die Retter nahen, rufen, bahnen sich den Weg.
Helfende Hände strecken sich uns entgegen,
ziehen uns heraus, führ’n uns auf sicheren Wegen.
Zurück sind wir im Vaterhaus
und geh’n allein nie mehr hinaus.
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(Begnadigungsgedicht, Autor: Johannes Kandel, 2012)
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