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Feste Speise aber ist für die Vollkommenen, die durch den Gebrauch geübte Sinne haben, Gutes und Böses zu unterscheiden.
Hebräer 5,14
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Stärk in mir den schwachen Glauben,
laß dein teures Kleinod mir
nimmer aus dem Herzen rauben,
halte mir dein Wort stets für,
daß es mir zum Leitstern dient
und zum Trost im Herzen grünt.
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Frage:
Wie kann denn Wachstum im Glauben gelingen?
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Zum Nachdenken: Gott ist es, der dem Menschen Sinne gegeben hat, um sensibel die Umwelt wahrzunehmen. Als ich noch jung in der Nachfolge stand, war meine Wahrnehmung und Unterscheidung für das Böse und Gute noch nicht besonders ausgeprägt. So mancherlei Versuchung zur Sünde habe ich nicht widerstanden. Gott der Herr hat mir aber Glaubenswachstum geschenkt. Durch sein Wirken an meinem Herzen ist meine Beziehung zu Ihm fester geworden. Und der in mir wohnende Heilige Geist schärft meine Sinne, damit ich etlichen herannahenden Versuchungen widerstehen kann.
Durch das Wort Gottes wächst die Erkenntnis, was der Wille Gottes ist. Meine Nachfolge bleibt nicht in den Kinderschuhen stecken. Nicht Milch, sondern eine feste Speise, nämlich das Wort und Wirken Gottes, werden zunehmend die Basis für eine treue Nachfolge. |
| Ostern, Kreuzigung Jesu, Passion (Karfreitagslieder) | (Mit obiger Navigationsleiste kann innerhalb des Passionslieder-Menüs geblättert werden oder eine Blockanzeige aufgerufen werden)
| Richtet auf des Heilands LeidenPassionslied, Melodie: Werde munter, mein Gemüte
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1. Richtet auf des Heilands Leiden
die Vernunft ihr Denken hin,
mag sie wohl von außen weiden
sich an eigner Dichtung Sinn;
oder kommt es hoch, so kann
sie viel Klagen heben an
über Christi Pein und Schmerzen:
doch es geht ihr nicht von Herzen.
2. Aber meines Geistes Sehnen
zielt auf die Gemeinschaft hin,
stets zum Sterben zu gewöhnen
den so tief verderbten Sinn.
Mir soll Christi Schmach und Pein
nicht ein rührend Bild nur sein;
nein, ins Herz will ich ihn schließen,
seines Todes Kraft genießen.
3. Dies Geheimnis ist verborgen
und als Torheit angesehn;
aber meine größten Sorgen
sollen auf dies Wunder gehen,
daß nur Christi Tod in mir
durch Ersterben für und für
neues Leben zeugt und bringet,
im Gericht den Sieg erringet.
4. Drum in meines Herzens Grunde
trag ich ihn, den Seelenfreund,
der zum ewgen Gnadenbunde
mit dem Glauben sich vereint
und durch seines Todes Kraft
neues Wesen in uns schafft,
wie die Rosen in dem Lenzen
nach dem Tod des Winters glänzen.
5. Dies drückt mich in Hoffart nieder,
in Betrübnis hält´s empor,
gib in Schwachheit Stärke wieder,
aus Verzweiflung zieht´s hervor,
hält mich zwischen Lieb und Leid
in der rechten Mäßigkeit;
ja, ich find die tiefste Stille,
wenn am Kreuze hängt mein Wille.
6. O geheimnisreiche Liebe,
die sich im Verborgnen schenkt,
wecke neue Lebenstriebe,
wenn mein Sinn zum Kreuz sich lenkt!
Alle Kraft und alles Heil
deines Leidens sei mein Teil;
alles andre mag vergehen,
bleibt dein Kreuz nur in mir stehen.
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(Passionslied, Autor: Gottfried Arnold (1666 - 1714))
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