| - Blockanzeige 21 bis 40 -
zu Matthäus 11,28
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Einsam geh ich durch die Straßen,
meiner großen lauten Stadt.
Fremde nur in allen Gassen,
wohl dem, der Freund und Partner hat.
Was einmal hielt, ist mir zerbrochen
und meine Schuld ist groß daran.
Ich bin zu Neuem aufgebrochen
und fange jetzt von vorne an.
Die selbst gewählte Einsamkeit.
ist manche Tage schwer zu tragen.
Der Zweifel plagt von Zeit zu Zeit
und ängstigt mich mit harten Fragen.
Gedanken fliegen oft zurück,
ob’s früher nicht doch besser war.
Wie finde ich ein neues Glück,
wie wird der Weg vor mir ganz klar?
Doch bin ich, wenn ich’s recht bedenke,
niemals allein in meinem Leben.
Denn Gott ist da, dass er mich lenke,
er will Geleit und Weisung geben.
Ich danke Dir für Deine Nähe,
Du, Herr, wirst mich nie verlassen.
Auch wenn dich jetzt noch nicht sehe,
so spür ich deine Hand mich fassen.
Wenn wieder Einsamkeit mich drückt,
so lese ich Dein göttlich Wort.
Es hat mich immer neu erquickt
und nimmt die Einsamkeit ganz fort.
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(Autor: Johannes Kandel) Copyright © by Johannes Kandel, www.christliche-gedichte.de Dieser Inhalt darf unter Einhaltung der Copyrightbestimmungen kopiert und weiterverwendet werden
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1. Erleucht´ mich, Herr, mein Licht!
Ich bin mir selbst verborgen,
und kenne mich noch nicht;
ich merke dieses zwar,
ich sei nicht, wie ich war;
indessen fühl´ ich wohl,
ich sei nicht wie ich soll.
2. Ich lebt´ in sichrer Ruh´,
und wusst´ von keinem Sorgen
vor diesem; aber nun
hat Jammer mich umfasst,
daß ich mir selbst zur Last;
was vormals meine Freud´ ,
macht mir nun Herzeleid.
3. Kein zeitlich Verlust
erreget diese Schmerzen,
so viel mir ist bewusst. –
Ich misse keinen Freund,
auch drücket mich kein Feind.
Mein Leib hat was er will,
Gesundheit, Hüll´ und Füll´.
4. Nein, es ist Seelenpein!
Es kommt mir aus dem Herzen,
und dringt durch Mark und Bein.
Dies eine liegt mir an,
daß ich nicht spüren kann,
ob ich ein wahrer Christ,
und du mein Heiland bist?
5. Es ist nicht so gemein,
ein Christ zu sein, als heißen;
ich weiß, daß der allein
des Namens würdig ist.
Der seine liebste Lust
durch Christi Kraft zerbricht,
und lebt sich selber nicht.
6. Hier, sorg´ ich, fehlt es mir:
Die Lieb´ ist noch nicht richtig
zu dir, Herr Jesu Christ,
drum geh´ ich im Gewirr,
noch traurig, blöd und irr´,
und suche Weltgunst mehr,
als dich und deine Ehr´.
7. Mein Herz, entschließ´ nun
ich muss es endlich wagen!
Ich komm´ nicht eh´ zur Ruh´.
Sagst du hiermit der Welt
und was dem Fleisch gefällt,
Kein ab und Christo an,
so ist die Sach´ getan.
8. Du Ärmster! solltest du
dem König dich versagen,
dem alles stehet zu,
der dich erkauft mit Blut,
und dir nun Gutes tut?
Ach, wer ihn einmal kennt,
des Wohlsein nimmt kein End´!
9. Das ist des Glaubens Wort
und dürstendes Verlangen:
Herr Jesu, sei mein Hort,
Versöhner, Herr und Schild,
und führ´ mich, wie du willst!
Dein bin ich, wie ich bin;
nimm mich zu eigen hin!
10. Tu´, was du willst mit mir!
Werd´ ich nur zugerichtet
zu deiner Ehr´ und Zier,
von deinem Geist geweiht,
mit deinem Heil bekleid´t,
geheiligt um und an,
wohl mir, so ist´s getan!
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(Autor: Justus Hoysenius (oder Buchfelder um 1650)
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1. Ewge Wahrheit, deren Treue
unsre Hoffnung stützt und hält,
ich bekenne und bereue,
daß mich Zweifelmut befällt.
Ach wie hängt mein Herz an Dingen,
die mich nicht zur Ruhe bringen;
ach wie leicht vergeß ich dein,
wenn mein Trost soll sichtbar sein.
2. Ach vergib mir diese Sünde,
nimm die Strafe von mir hin,
schenke deinem armen Kinde,
Vater, einen andern Sinn,
den nicht falsche Hoffnung bindet,
die wie dünner Reif verschwindet,
die wie leichter Rauch verfleucht
und das Herz zur Erde zeucht.
3. Laß mich eitle Sorgen meiden,
weil du für mich sorgst und wachst
und im Trauern wie in Freuden
dich um mich zur Mauer machst.
Laß, Herr, auf dein Wort mich hoffen,
das noch allzeit eingetroffen;
Hoffnung, die auf Gott nicht baut,
wird zuletzt beschämt geschaut.
4. Laß den Anker meiner Seelen
unter aller Stürme Wut
nur dein Herz zum Grund erwählen,
da er fest und sicher ruht,
so wird sich kein Zweifel wagen,
mir mein Schifflein umzuschlagen;
ich werd unbeweglich stehn,
wenn selbst Berge untergehn.
5. Laß mein Herz versichert werden,
daß dein Wort wahrhaftig sei,
o so werd ich auf der Erden
vieler Sorg und Unruh frei,
so werd ich im Glauben beten
und erhöret von dir treten,
so wankt mein Zuversicht,
so wankt meine Hoffnung nicht.
6. Meine Hoffnung darf ich gründen,
Vater, auf des Sohnes Tod;
sein Verdienst das läßt mich finden
Grund und Trost in meiner Not;
durch sein siegreich Auferstehen
kann ich neu geboren gehen
als ein Bürger jener Welt,
wenn der Erdenbau zerfällt.
7. Da mein Haupt sich aufgeschwungen
und auf Gottes Thron gesetzt,
so bin ich mit durchgedrungen
und den Engeln gleich geschätzt.
Ich besitz ein ewig Leben,
das er selber mir gegeben;
ich bin in der Hoffnung schon
mit versetzt auf seinen Thron.
8. Ich bin nur ein Gast auf Erden,
oben ist mein Vaterland;
wird die Welt zerstöret werden,
so geht an mein Ehrenstand.
Ich erwarte nur der Stunden,
da ich von der Sünd entbunden
meinen Heiland werde sehn
und vor ihm verkläret stehn.
9. Unterdessen laß mich hoffen
auch in Trübsal auf dein Licht,
laß mich sehn den Himmel offen,
so schreckt Tod und Grab mich nicht.
Laß mich voller Trost und Freuden
aus dem Tal der Tränen scheiden
und was ich gehofft allhier,
mich dort schauen Herr, bei dir.
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(Autor: Johann Jakob Rambach (1693 - 1735))
zu 1. Johannes 4,18
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„Fürchte dich nicht!“,
sagst du zu mir.
Weil ich mich fürchte,
flieh ich zu dir.
Komm herein in mein Herz,
füll es ganz mit dir aus.
Nimm all meinen Schmerz,
treibe die Angst du hinaus.
Wenn ich bei dir bin,
werde ich ruhig und frei.
Nimm du mich ganz hin,
sei immer dabei.
„Fürchte dich nicht, vertraue mir“,
so sagst täglich du leis zu mir.
„Vertraue mir, so wirst du werden,
mein Liebesstrahl hier auf Erden.“
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(Autor: Sandra Fuchsloch) Copyright © by Sandra Fuchsloch, www.christliche-gedichte.de Dieser Inhalt darf unter Einhaltung der Copyrightbestimmungen kopiert und weiterverwendet werden
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1. Ist es dunkel um dich her
und das Herz von Freuden leer?
Dann erhebe dein Gesicht,
siehe, Gott vergisst dich nicht.
2. Voller Sorge ist die Nacht,
die dich um den Schlaf gebracht.
Doch ein neuer Morgen kommt,
der die Sorge von dir nimmt.
3. Sorge dich doch nicht so sehr
lass sie in dem Sorgenmeer
untergehen, hoff‘ auf Gott,
der dir hilft zu seiner Zeit.
4. Finsternis beherrscht die Nacht,
doch die Liebe Gottes wacht
über dir und siehe bald,
folgt der Nacht ein neuer Tag.
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(Autor: Gerhard A. Spingath) Copyright © by Gerhard A. Spingath, www.christliche-gedichte.de Dieser Inhalt darf unter Einhaltung der Copyrightbestimmungen kopiert und weiterverwendet werden
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1. Flammenauge, das zur Tiefe,
das durch alle Hüllen dringt,
schaue, wie das Trübe, Schiefe
sich in mir zu bergen ringt!
2. Soll ich fliehen, soll ich heucheln?
Soll ich Dir entgegengehn?
Feige Demut, frommes Schmeicheln
mögen nicht vor Dir bestehn!
3. Hilf mir stehen, ew'ge Güte,
hier vor Deinem Richterthron!
Meine Nieren, mein Geblüte,
mein Verderben weißt Du schon.
4. Stehen hilf mir in dem Lichte,
das mir alles offenbart!
Der kommt nimmer ins Gerichte,
der schon hier gerichtet ward.
5. Der wird nimmer rückwärts fallen,
der sich selbst im Lichte fand -
von den Abgewichnen allen
hat nicht einer sich erkannt!
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(Autor: Albert Knapp (1798 - 1864))
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Wir fürchten uns in diesen Zeiten,
weil der Terror uns bedroht.
Wird sich das zum Krieg ausbreiten?
Wir klagen dem Herrn unsere Not.
O Herr, Du sitzest doch im Regiment
und siehst die Schrecken die da kommen.
Mach doch mit allem rasch ein End
und hilf dem Völkchen Deiner Frommen.
Gib uns Kraft zu widerstehen,
gib uns Hoffnung für den Morgen.
Lass uns Deine Stärke sehen,
nimm fort die großen Zukunftssorgen.
Denn wie es in der Bibel steht,
bist Du ja bei uns alle Tage.
Dein heil’ger Geist in unsere Trauer weht
und hilft uns auf trotz aller Plage.
Wir preisen Dich und Deine Stärke
und bewundern Gottes Werke!
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(Autor: Johannes Kandel) Copyright © by Johannes Kandel, www.christliche-gedichte.de Dieser Inhalt darf unter Einhaltung der Copyrightbestimmungen kopiert und weiterverwendet werden
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Wenn eine Last auf‘s Herz dir legt,
so flieh, Kind Gottes, ins Gebet.
Dort schöpfst du neue Seelenkraft
und Gott dir neuen Mut verschafft.
Wenn schwer dir scheint dein Lebensweg,
dann such‘ den Heiland im Gebet.
Zu tragen hilft Er dir die Last
und schenket auf dem Weg dir Rast.
Wenn dich verleugnen Freunde sehr,
so, liebe Seele, bete mehr.
Der Heiland höret dich, Sein Kind
und reichet Seine Hand dir lind.
Drum bete zu dem Vater du,
Er gibt dir nöt‘ge Kraft und Ruh‘.
Und glaub‘ von Herzen, dass Er‘s hört,
in dir Sein Name wird geehrt.
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(Autor: Julia Steinbaron) Copyright © by Julia Steinbaron, www.christliche-gedichte.de Dieser Inhalt darf unter Einhaltung der Copyrightbestimmungen kopiert und weiterverwendet werden
zu Psalm 50,15
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Lieber Herr,
ich habe so viel auf dem Herzen.
Also erzähle ich DIR, Gott, meine Schmerzen.
Schon zum wievielten Male
wende ich mich an DEINE göttliche Zentrale!
Aber weil DU,
Herr Jesus, mich selbst dazu ermutigst,
sage ich DIR frei heraus, was mich bedrängt.
Lieber Herr,
ich bin auf DEINE Antwort gespannt,
wie DU meine zahlreichen Sorgen verbannst.
Oftmals aber habe ich zu wenig Geduld.
Liegt es vielleicht an meiner Schuld?
Aber weil DU,
Herr Jesus, mir Mut machst mit dem Angebot,
komme ich zu DIR in Freud oder Not.
Der HERR aber wird mich erlösen von allem Übel und mir aushelfen zu seinem himmlischen Reich; welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
2. Timotheus 4,18
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(Autor: Ingolf Braun) Copyright © by Ingolf Braun, www.christliche-gedichte.de Dieser Inhalt darf unter Einhaltung der Copyrightbestimmungen kopiert und weiterverwendet werden
zu Lukas 11,9-10
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Jesus sagt:
“Bittet, so wird euch gegeben,”
Gott, der Herr, wird Dir Deine Schuld vergeben.
“Sucht, so werdet ihr finden,”
Gott, der Herr, wird Liebe in Dir entzünden.
“Klopft an, so wird euch aufgetan,”
vertraue Seinem Wort. Halte fest daran!
“Denn wer da bittet, der empfängt,”
Gott, der Herr, der Dich wahrhaftig lenkt.
“Wer da sucht, der findet,”
Gott, der Herr, der Dir in Liebe begegnet.
“Und wer da anklopft, dem wird aufgetan,”
vertraue Seiner Hilfe, Seinem Plan!
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(Autor: Ingolf Braun) Copyright © by Ingolf Braun, www.christliche-gedichte.de Dieser Inhalt darf unter Einhaltung der Copyrightbestimmungen kopiert und weiterverwendet werden
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1. Geh', trockne die Tränen,
sorg' nicht wie die Welt!
Sag' Jesu dein Sehnen,
Er gibt, was dir fehlt.
Wenn Nacht dich umhüllet,
bleib' ruhig, mein Herz!
Glaub' Jesus, der stillet
dir jeglichen Schmerz!
2. Er kennt deine Sorgen,
o blicke auf Ihn!
Ein herrlicher Morgen
wird bald dir erblühn.
Schon steiget die Sonne
am Himmel dir auf;
Bet', so wird voll Wonne
sich lichten dein Lauf!
3. Weißt du dann noch Seelen
in ähnlichem Leid,
geh', um zu erzählen,
was dich hat befreit.
O bete mit ihnen,
ruf an Jesu Blut,
bis Hilfe erschienen
und alles ist gut.
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(Autor: M.A. Bullock, Übers. F. Friedrich)
zu Psalm 51,12
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1. Gib mir ein frommes Herz,
du Geber aller Gaben!
Das soll mein Reichtum sein,
den ich begehr zu haben,
das ist mein höchster Ruhm,
mein Schmuck und schönste Pracht,
denn fromm sein wird bei Gott
und Engeln hoch geacht.
2. Gib mir ein frommes Herz
in allem meinem Denken,
wenn sich mein eitler Sinn
auch will zum Bösen lenken.
Ach schrecke mich doch ab
von der Gottlosen Weg
und führe mich, o Gott,
den rechten Himmelssteg !
3. Gib mir ein frommes Herz,
das sich nicht läßt verführen,
laß deinen guten Geist
dasselbe kräftig rühren!
Herr, laß mich nimmermehr
auf böses Beispiel sehn,
vielmehr mit aller Treu
in Christi Stapfen gehen!
4. Gib mir ein frommes Herz,
wenn ich viel Böses höre,
daß die Gewohnheit nicht
mich auch zuletzt betöre;
schließ meine Ohren zu,
gib deinem Worte Kraft,
das sagt, du forderst auch
von Worten Rechenschaft.
5. Gib mir ein frommes Herz,
wenn ich die Welt betrachte,
daß ich die Eitelkeit
und Sündenlust verachte.
Es muß die schnöde Welt
mir ihrer Lust vergehn,
den Frommen aber bleibt
der Himmel offen stehn.
6. Gib mir ein frommes Herz,
daß ich fromm sei und bleibe
und nur, was dir gefällt,
in meinem Leben treibe.
Heut fromm sein, morgen bös,
und so in Wankelmut
bald Guts, bald Böses tun,
stürzt in die Höllenglut.
7. Gib mir ein frommes Herz,
daß ich nicht von dir weiche
und nicht der schnöden Welt
in ihren Sünden gleiche.
Ich will von ihrem Tun
mich sondern gänzlich ab
und in der Gottesfurcht
beharren bis ins Grab.
8. Gib mir ein frommes Herz,
so wird mir´s auch wohl gehen;
du wirst mein Beistand sein,
wenn Unglückswinde wehen.
Den Frommen ist ja Gnad
und Hilfe zugesagt,
wenn die verdiente Straf
der Bösen Rotte plagt.
9. Gib mir ein frommes Herz,
so kann ich selig sterben
und als ein Gotteskind
das Himmelreich ererben.
Im Himmel wird ja einst
die Frömmigkeit gekrönt,
die auf der Erden nur
von Bösen wird verhöhnt.
10. Gib mir ein frommes Herz!
Wenn du mir das wirst geben,
so will ich dankbar sein
in meinem ganzen Leben,
so wird mein Herz und Sinn
sich lenken himmelwärts.
Drum bitt ich noch einmal:
Gib mir ein frommes Herz!
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(Autor: Joh. Friedr. Starck (1680 - 1756))
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Der Weg, der Steinige, es ist der Einzige,
der dich, mein Kind, zum Vatershause führt.
Der Weg ist schmal und steil, alleine dir zuteil,
aus Gottes Hand, aus Liebe dir gebührt.
Noch vor Beginn der Zeit, er hat deinen Weg, dein Leid,
gemessen, abgewogen, durchgedacht,
Licht, Schatten, Sturm und Wind, deine Erretung, Kind,
es liegt alleine nur in seiner Macht.
Er liess dich nicht allein, du darfst nicht traurig sein,
gesegnet sei der schmale Weg des Herrn!
Schau' auf das Himmelszelt, die Sterne dieser Welt,
es scheint das Licht der Heimat dir von fern.
Er schenkt dir wieder Licht, glaub' nur und zweifle nicht,
er kennt den Weg, das Ziel ist ihm bekannt,
dein Hirte, Jesus Christ, der Gott und Heiland ist,
reich' ihm vertrauend deine Hand.
Er geht mit dir, vertrau', auf Jesus Christus bau',
er ist der Fels, der starke Helfer in der Not.
Er segnet dich und stärkt, dein Schöpfer, du bist ihm wert.
Er sorgt für dich. Dein Vater und dein Gott.
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(Autor: Irene Fendel) Copyright © by Irene Fendel, www.christliche-gedichte.de Dieser Inhalt darf unter Einhaltung der Copyrightbestimmungen kopiert und weiterverwendet werden
zu Psalm 51,3
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Herr, nimm Dich meiner Schwachheit an,
damit ich wieder glaube wie ein Kind.
Ich bin zu stolz auf alles was ich kann,
jedoch so oft für Deine Weisheit blind.
Du hast stets durch dein Wort zu mir gesprochen,
mir meine falschen Wege klar gezeigt
Ich wollte sie nicht lassen, hab‘ mich vor Dir verkrochen
und mich vor meinen Götzen tief verneigt.
Ich habe meine kleine Welt mir selbst erschaffen,
aus eigener Kraft, mit Macht und Geld
und glaubte mit Verstandes Waffen,
dass dieses Werk doch ewig hält.
Ich musste leidvoll bald erkennen,
wie tief der Mensch doch fallen kann.
Wer will den Schrecken, die Verzweiflung benennen?
Die mich umfing. Und meine Welt zerrann.
Es drückte mich die Schmach der Sünde nieder,
zerschlagen sank ich in das finstre Tal
Und Schuldgefühle kehrten immer wieder,
da schrie ich laut zu Gott: O hilf aus meiner Qual!
Da neigte sich der Herr zu meiner wunden Seele
und sprach mir gnädige Vergebung zu.
„Es ist vollbracht“, dass Dich nicht weiter quäle,
der Sünden Last, ich geb Dir meine Ruh!
Ich danke Dir, o Vater für die Gnade,
die Du mir gabst und die mich fortan leitet.
Lenk Du in Deiner Weisheit meine Pfade,
bis einst mein Blick in Deine Herrlichkeit sich weitet.
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(Autor: Johannes Kandel) Copyright © by Johannes Kandel, www.christliche-gedichte.de Dieser Inhalt darf unter Einhaltung der Copyrightbestimmungen kopiert und weiterverwendet werden
zu Jesaja 59,1-2
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Wo war denn Gott in unserer Not?
Sieht ER nicht, was uns bedroht?
Sind IHM unsere Ängste egal?
Spürt ER nicht unsere Qual?
Gott hört all diese Klagen
und hat dazu folgendes zu sagen:
“Mein Arm ist stark und bereit,
euch zu helfen jederzeit!”
Sein deutliches Reden
prallt ab wegen der Sünden.
So ist Gott keineswegs zu spüren.
Nur bußfertige Menschen kann ER führen!
Versöhnung mit Gott bringt Seine Hilfe voran
und ER handelt stets nach Seinem Plan.
ER weiß, Hilfe zur rechten Zeit
zu geben, zu großer Freud!
Die beschriebene Not gilt zu allen Zeiten!
Meine Hilfe kommt von dem HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.
Psalm 121,2
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Darum lasst uns hinzutreten mit Freudigkeit zu dem Gnadenstuhl, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden auf die Zeit, wenn uns Hilfe not sein wird.
Hebräer 4,16
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(Autor: Ingolf Braun) Copyright © by Ingolf Braun, www.christliche-gedichte.de Dieser Inhalt darf unter Einhaltung der Copyrightbestimmungen kopiert und weiterverwendet werden
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Macht eine Not dein Herz dir schwer,
und siehst du gar kein Hoffnungslicht,
fragst du, wo kommt mir Hilfe her,
dass dieser heiße Tiegel bricht?
Dann schließ´ dich ein und rufe an,
den Herrn der Herren, der dich hört,
denn er ist´s der dir helfen kann,
er weiß, was deinen Frieden stört.
Denn alles liegt in seiner Kraft,
er kann Sorgenberge heben,
er ist´s, der neu die Welten schafft,
und er will dir Gnade geben.
Geh´ hin und bringe ihm die Schuld,
wenn sie dich quälet Tag und Nacht,
verlass dich ganz auf seine Huld,
du hast ihm nichts umsonst gebracht.
Er ist´s, der dir vergeben will,
er will trösten und erretten,
er macht deine Seele still,
löst dich von der Sünde Ketten.
Denk´ doch daran, er trug dich schon,
als du warst noch nicht geboren,
du bist erlöst, durch Kreuzeslohn,
Gott hat dich als Kind erkoren.
Er liebt dich stets in Jesus Christ,
und trägt dich im Vaterherzen,
dass du dort wohl geborgen bist,
in der Not, im Leid in Schmerzen.
Er kennt den Weg, er weiß das Ziel,
und führt dich weislich durch das Sein,
drum halte seinem Walten still,
dann findest du gewisslich heim.
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(Autor: Maria Gorges)
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Gott schütze mich, wenn der Satan mich bedrängt
Gott schütze mich, wenn das Schuldgefühl mich wieder kränkt
Gott schütze mich, wenn böse Gedanken mich umstricken
Gott schütze mich, wenn mir im Leben nichts will glücken.
Gott schütze mich, wenn die Verzweiflung nach mir greift
Gott schütze mich, wenn der Geist der Aufgabe mich streift
Gott schütze mich, wenn die Welt zusammenbricht
Gott schütze mich, wenn es naht das Weltgericht.
Gott schütze mich, wenn mein Vertrauen schwindet
Gott schütze mich, wenn mich die Angst fest bindet
Gott schütze mich, in seiner großen Barmherzigkeit
Er führet mich in die Ewigkeit.
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(Autor: Johannes Kandel) Copyright © by Johannes Kandel, www.christliche-gedichte.de Dieser Inhalt darf unter Einhaltung der Copyrightbestimmungen kopiert und weiterverwendet werden
zu Jesaja 45,7
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Wir können es oft gar nicht fassen,
warum kann Gott uns leiden lassen?
Der Zweifel schleicht sich bei uns ein,
Verzweiflung lässt uns laut aufschrei’n!
Wir ernten häufig Hohn und Spott,
man fragt uns: „Wo ist euer Gott?“
Warum lässt er das Leid geschehen?
Will er unsere Not nicht sehen?
Macht er denn seine Augen zu,
verharrt in tiefer Seelenruh?
Zürnt er uns wegen unserer Sünden
und lässt sich deshalb nicht mehr finden?
Das sind ganz tiefe, ernste Fragen.
die wir seit Adam mit uns tragen.
Gott wird einst auf sie Antwort geben,
wir werden sie hören im neuen Leben!
Doch noch sind wir in dieser Welt,
trotz Leid hat Gott sie doch erhellt.
Hilf uns, o Herr, Dir zu vertrauen,
auch angesichts von Leid und Grauen!
Du leidest mit uns, hilfst uns gehen,
wenn sprachlos wir das Leid ansehen.
Du tröstest uns in tiefer Nacht,
richtest uns auf mit Deiner Macht!
So wird uns einst ganz inne werden,
was uns entsetzte hier auf Erden
Wir werden Dich, o Herr, versteh’n,
getrost an Deiner Seite geh’n!
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(Autor: Johannes Kandel) Copyright © by Johannes Kandel, www.christliche-gedichte.de Dieser Inhalt darf unter Einhaltung der Copyrightbestimmungen kopiert und weiterverwendet werden
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1. Gott Vater, denk an Christi Tod,
sieh an deins Sohnes Wunden rot,
die sind ja für die ganze Welt
die Zahlung und das Lösegeld;
des trösten wir uns allezeit
und hoffen auf Barmherzigkeit.
2. Den König leit mit deiner Hand,
beschütz und segne unser Land,
gib überall dein heilig Wort,
wend ab Pest, Teurung, Krieg und Mord,
all denen, die in Nöten sein,
mit Rettung, Hilf und Trost erschein!
3. Amen, dies alles werde wahr,
erhör und hilf uns immerdar,
o Vater in dem höchsten Thron,
durch Christum deinen eingen Sohn,
daß du dein Sohn und beider Geist
in allem von uns werd gepreist.
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(Autor: Autor unbekannt, Hannoversches Gesangbuch 1657)
zu Joh. 14,6
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1. Höchster Tröster, komm hernieder,
Geist des Herrn sei nicht fern,
salbe Jesu Glieder!
Er, der nie sein Wort gebrochen,
Jesus hat deinen Rat
seinem Volk versprochen.
2. Schöpfer unsers neuen Lebens,
jeder Schritt, jeder Tritt
ist ohn dich vergebens.
Ach das Seelenwerk ist wichtig:
wer ist wohl, wie er soll,
treu zu handeln tüchtig.
3. Herr, wir fallen dir zu Fuße.
Eins ist not für den Tod:
Buße, wahre Buße.
Zeig uns selbst den Greul der Sünde,
daß das Herz Angst und Schmerz,
Reu und Scham empfinde.
4. Zeig uns des Erlösers Wunden,
ruf uns zu: Ihr habt Ruh,
ihr habt Heil gefunden;
eure Sünd ist schon gerochen,
Jesu Blut machet gut,
was die Welt verbrochen.
5. Weck uns auf vom Sündenschlafe,
rette doch heute noch
die verlornen Schafe,
reiß die Welt aus dem Verderben,
laß sie nicht im Gericht
der Verstockung sterben!
6. Geist der Weisheit,
gib uns allen durch dein Licht Unterricht,
wie wir Gott gefallen.
Lehr uns, recht vor Gott zu treten,
sei uns nah und sprich Ja,
wenn wir gläubig beten.
7. Hilf den Kampf des Glaubens kämpfen,
gib uns Mut, Fleisch und Blut,
Sünd und Welt zu dämpfen.
Laß uns Trübsal, Kreuz und Leiden,
Angst und Not, Schmerz und Tod
nicht von Jesu scheiden!
8. Hilf uns nach dem Besten streben,
schenk uns Kraft, tugendhaft
und gerecht zu leben.
Gib, daß wir nie stille stehen,
treib uns an, froh die Bahn
deines Wortes zu gehen.
9. Sei bei Schwachheit unsre Stütze,
steh uns bei, mach uns treu
in der Prüfungshitze!
Führ, wenn Gott uns nach dem Leide
sterben heißt, unsern Geist
freudig in die Freude!
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(Autor: Ehrenfried Liebich (1713 - 1780))
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