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Aber über das Haus David und über die Bewohnerschaft von Jerusalem gieße ich den Geist der Gnade und des Flehens aus, und sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben, und werden über ihn wehklagen, wie man über den einzigen Sohn wehklagt, und werden bitter über ihn weinen, wie man bitter über den Erstgeborenen weint.
Sacharja 12,10
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Der Schmerz, Schuld am Tod des Sohnes zu sein
liegt schwer auf dem Herzen wie ein großer Stein,
doch Gott selbst gab Seinen Sohn für uns dahin,
Seine Liebe hatte unsere Rettung im Sinn!
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Frage:
Zu Beginn des Tausendjährigen Reiches wird sich das Versöhnungsfest Jom Kippur mit tiefer Buße der Juden erfüllen. Warum wird der tiefste seelische Schmerz mit dem Tod des einzigen Sohnes verglichen?
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Zum Nachdenken: Jakob musste mit der Tatsache leben: `Hätte ich doch einen Knecht den gefährlichen Weg geschickt, Josef wäre nicht vom wilden Tier zerrissen worden!` Er konnte sich nicht trösten lassen, weil ihm immer die eigene Mitschuld vor Augen stand (1 Mose 37,35)! Auch ich muss mit dieser Mitschuld leben: Hätte ich am Tag X anders entschieden, wäre mein einzig verbliebener Sohn nicht ebenfalls furchtbar zu Tode gekommen! Und David: `Schont mir Absalom` (2 Sam. 18,5), aber er ordnete den Kampf an, wo dieser umkam! Auch hier das bittere Leid (2 Sam. 19,1).
Aber es kommt noch furchtbarer: Gott selbst riss sich ganz bewusst seinen geliebten Sohn vom Herzen und gab ihn dahin, damit alle die an Ihn glauben nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben (Joh. 3,16)! Gottes Liebe zu uns Sündern ist unbegreiflich und übertrifft alles! Lasst uns IHN dafür über ALLES lieben und IHN von tiefstem Herzen danken, loben und anbeten!!! |
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| Die Tugend wird durch´s Kreuz geübetFriedenslied
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1. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet,
denn ohne das kann sie nicht sein.
wenn sie nicht oftmals wird betrübet,
so merkt man gar nicht ihren Schein.
Sie muß im Kreuz die Stärke zeigen,
die sie verborgen in sich hat,
daß ihr nachstellet früh und spat.
2. Wer sollte ohne Kampf wohl siegen?
Die Tapferkeit kann nicht bestehn,
wenn man nicht will zu Felde liegen
und einen ernsten Streit eingehn.
Der Feind ist, wenn Gott Kraft verliehen,
flugs da, der sich ihr widersetzt;
da soll man ja den Schlaf recht fliehen,
wenn Satans Heer die Schwerter wetzt.
3. Zwar drückt den Palmbaum wohl zu Erden
gar oft ein zentnerschwer Gewicht,
der doch nicht unterdrückt kann werden,
er stehet wieder aufgericht.
So wird die Tugend auch gedrücket,
daß sie fast ganz darnieder liegt;
bald aber wird die Stärk erblicket,
wenn sie mit Macht den Feind besiegt.
4. Sie kann zu hohen Stufen kommen,
wenn sie im Streit geübet ist.
Kreuz ist der Weg, den alle Frommen
erwählen; wer sich selbst vergisst
und eilet zu den Ewigkeiten,
wird durch des Vaters Hand geführt,
der ihn durchs Kreuz sucht zu bereiten,
eh er ihn mit der Krone ziert.
5. Denn Gott hat uns nicht führen wollen
durch einen Weg voll Zärtlichkeit,
darauf wir emsig laufen sollen
in der so kruzen Pilgrimszeit zum Leben,
das da ewig währet, wo Streit
und Kampf entfernet ist,
und wo man recht die Ruh erfähret
in Gott, der alles Leid versüßt.
6. O Jesu, der du mir erworben Heil,
Kraft und Leben durch den Tod,
da du am Kreuzesstamm gestorben
nach ausgestandner vieler Not,
komm mir zu Hilf und schaffe Leben
in mir und stürze meinen Feind,
der über mich sich will erheben,
wenn mir dein Licht nicht helle scheint.
7. Flöß immer in mich neue Kräfte,
damit ich hang an deiner Brust,
und töt in mir all mein Geschäfte;
dein Friede bleib mir nur bewußt.
Stärk du, mein Heild, mir selbst den Glauben
und zieh mein Aug auf dich nur hin,
so wird mich auch der Feind nicht rauben,
weil du in mir, ich in dir bin.
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(Friedenslied, Autor: Johann Christian Nehring (1671 - 1736)
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