Haus Gottes

christliche Gedichte und Lieder

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 23.06.2024

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Wir warten auf Jesu Kommen

Unser Wandel aber ist im Himmel, von dannen wir auch warten des Heilands Jesu Christi, des Herrn.

Philipper 3,20

Sie wallen hier als Pilgrime
und werden lebenssatt;
Gott aber, der Lebendige,
baut ihnen eine Stadt.

Frage: Leben in dieser Welt und Hoffnung haben auf ein ewiges Leben im Himmel - wie geht das zusammen?

Zum Nachdenken: Diese Zusage ist kaum zu fassen: Du lebst als Sünder hier auf der Erde, zugleich ist aber Dein Wandel im Himmel - wie geht das? Es klingt wie ein doppeltes Leben. Wenn Du wirklich gläubig bist und eine tiefe Beziehung zu Jesus hast, dann nimm es in Anspruch. Die unvorstellbare Herrlichkeit dieses Bürgerrechtes im Himmel wird jedoch nicht an Dir selbst sichtbar, sondern ist ein Geheimnis, das tief verborgen ist mit Christus in Gott. Wir befinden uns im ständigen Kampf mit und in dieser Welt und sind als Sünder befleckt. Wir dürfen aber die Verheißung im Glauben fassen und uns auf die baldige Erfüllung dieser Zusage in Gottes Wort freuen.

Haus Gottes, Gottes Heiligtum

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Inhalt

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(Mit obiger Navigationsleiste kann innerhalb des Heiligtumslieder-Menüs geblättert werden oder eine Blockanzeige aufgerufen werden)


- Blockanzeige 1 bis 20 -


Begegnung (Gott in der Stadt)

zu Jesaja 52,6


Ich suchte Gott in unserer Stadt,
wollt meine Schritte dahin lenken.
Dort, wo er seine Wohnung hat
und dann in Andacht mich versenken.

Gewisslich ist ein Gotteshaus
die erste der Adressen.
So sucht‘ ich mir ein Kirchlein aus,
der Weg dorthin war kurz bemessen.

Ich öffnete ganz leis die Tür,
um keinen Beter aufzuschrecken.
Der Raum war leer, kein Mensch schien hier,
ich konnt erst niemanden entdecken.

Doch da ganz vorne am Altar
stand jemand mit einem Wanderstab.
Ein großer Mann, so nahm ich wahr,
ein weiter Mantel ihn umgab.

Ich trat nun näher, er schaut er mich an
mit schönen Augen, sammetweich.
„Seid ihr aus der Gemeinde, guter Mann“,
so fragte ich eifrig ihn sogleich.

„O nein, ich komme von ganz ferne,
mach nur Station zum Beten.
Doch hab ich diesen Ort sehr gerne
auf meiner Wanderschaft betreten.“

„Die Christen hier tun alles Recht,
erfüllen den Willen meines Herrn.
Ihr Glaube ist ganz fest und echt,
sie beten oft und gern.“

Ich war erstaunt, dass er dies nannte,
dass er, der doch von ferne kam,
die Menschen der Gemeinde kannte
und Anteil an ihrem Leben nahm.

„Ich freue mich, Du treuer Christ“
So sprach er weiter, zu mir gewandt
„Dass du in mein Haus kommen bist“
Und segnend hob er seine Hand.

Er nahm den Stab und schritt zur Tür,
ich folgte ihm zum Ausgang hin:
„So bleibet doch noch etwas hier,
ihr scheint zu wissen, wer ich bin!“

Da wandte er sich huldvoll um:
„Ich kenne alle Menschen in meines Vaters Haus.
Auf meiner Wanderschaft komm ich herum,
weiß was sie tun, tagein, tagaus!“

„Doch ich muss gehen, der Weg ist lang
bleibst Du in mir, so sehen wir uns wieder!“
Da wurd‘ es mir im Herzen bang,
verstehend sank ich vor ihm nieder.

Als ich aufblickte, war er fort.
War ich von einem Trugbild überwunden?
Hatt ich an diesem heil’gen Ort,
tatsächlich Gott gefunden?

Ja, es ist gewisslich wahr,
dass ich den Herrn gesehen.
Ich glaube fest, dass er es war
ich durfte vor ihm stehen!

Ich möchte ihn gern wiedersehen,
in seinem himmlisch Gnadenhain.
Anbetend gleich hin zu ihm gehen
und ewig dann nur bei ihm sein.

(Autor: Johannes Kandel)

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Beschwertes Herz leg ab die Sorgen


Beschwertes Herz (Lied) Melodie: Gerhard Spingath


1. Beschwertes Herz leg ab die Sorgen!
Erhebe dich, gebeugtes Haupt!
Heut ist der angenehme Morgen,
da Gott zu ruhen dir erlaubt.
Die Ruhe hat er vorgeschrieben
und selbst den Feiertag geweiht.
Auf, auf des Herrn Gebot zu üben,
zu seinem Dienst sei gern bereit.

2. Auf, lass die Welt aus deinem Sinne,
dein irdisch Werk muss ferne stehn.
Du sollt zu höherem Gewinne
in deines Gottes Tempel gehn,
hier wirst du Gottes Segen haben,
kannst froh vermehren seinen Ruhm
und auch empfangen seine Gaben
zum königlichen Priestertum.

(Autor: Gerhard A. Spingath (Text nach Christoph Wegleiter))

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Der Du in der Höhe thronest


1. Der Du in der Höhe thronest
und unter Deinem Volke wohnest,
Jehovah, unser Bundeshort!
Dir erklingen unsre Lieder,
Du bautest hier ein Bethel wieder
als unsrer Seelen Ruheort,
wo Du Dich offenbarst
so, wie Du bist und warst —
Gott der Liebe!
Kehr bei uns ein,
dies Haus zu weih'n,
und lass es Deine Wohnung sein!

2. Weih es Dir zu Deiner Hütte,
verkläre Dich in unsrer Mitte
durch Deinen Geist, in Deinem Sohn!
Segne Deiner Knechte Lehren,
lass alle, die Dein Wort hier hören,
noch werden Deiner Liebe Lohn!
Erbau im neuen Bund
auf der Apostel Grund
die Gemeinde,
die Dir geweiht,
in Heiligkeit
zu Deinem Dienste ist bereit!

3. Hebe an, o Gott, zu segnen,
lass uns dem Seelenfreund begegnen,
der unter seinen Leuchtern wallt!
Gieße aus den Geistesregen,
dass alle Herzen sich bewegen
und es von allen Lippen schallt:
Hier tut in Deinem Wort
sich auf die Himmelspfort',
Gottes Tempel! -
Ja, Gott ist hier,
des jauchzen wir
und singen Halleluja Dir!

(Autor: Gottlieb Mattes (1846-?))



Ein Haus zu Gottes Ehre


1. Ein Haus zu Gottes Ehre
ist dieses liebe Haus,
in welchem Jesu Lehre
strömt Licht und Leben aus.
Da jauchzen Gottes Kinder,
da fleht der Knecht des Herrn,
da weinen arme Sünder.
[: Da weilen alle gern! :]

2. Hier säuselt süßer Frieden
um jedes wunde Herz!
Hier stärken sich die Müden,
zu tragen Erdenschmerz.
Und will die Welt sich brüsten,
tobt Satan noch so sehr -
die Gotteskinder rüsten
[: sich hier mit guter Wehr! :]

3. An diesem sel'gen Orte
erscheint uns wunderbar
des Himmelreiches Pforte
geöffnet ganz und gar.
Auf lichten Glaubensschwingen
erhebt die Seele sich,
bis sie darf droben singen
[: dem Herrn einst ewiglich! :]

4. So lasst uns denn nun heute
in heiligem Verein
dies Haus mit sel'ger Freude
dem Herrn im Glauben weih'n!
Mög' Gottes Segen fließen
stets reichlich auf dies Haus!
Mög' draus sich Heil ergießen
[: in alle Lande aus! :]

(Autor: Ernst Gebhardt (1832 - 1899))



Ewig steht fest der Kirche Haus

zu Psalm 26,12


1. Ewig steht der Kirche Haus,
Türme der Erde zerfallen.
Über das Trümmerfeld nach Haus
rufen die Glocken uns allen,
laden zum Kreuze jung und alt,
rufen Mühselige mit Gewalt
heimwärts zur ewigen Stille.

2. Irdische Tempel braucht Gott nicht,
Dome, die Meister erbauen,
Schatten sind sie vor seinem Licht,
welches kein Auge kann schauen.
Aber er selbst baut sich ein Haus,
wählt sich zur Wohnung Seelen aus,
die seinem Rufe gehorchen.

3. Wir sind das Haus der Herrlichkeit,
Kirche aus lebenden Steinen,
wo unterm Kreuz uns allezeit
Taufe und Glauben vereinen.
Wo auch nur zwei zusammen flehn,
warten auf sein Vorübergehn,
kommt Jesus in ihre Mitte,

4. kehrt in die ärmste Hütte ein,
läßt uns dem Königswort lauschen,
seiner Verklärung Zeuge sein;
wer wollte Welten drum tauschen?
Leben und Geist ist da zur Stund,
göttliches Wort aus seinem Mund
heiligt die Hütte zum Tempel.

5. Doch ist der Kirche sichtbar Haus,
da er ans Herz nimmt die Kleinen,
uns wie ein liebes Vaterhaus,
Zuflucht und Freistatt der Seinen.
Herrliche Wahrheit wird hier kund,
hier schließt mit uns der Herr den Bund,
schenkt uns des Königsreichs Erbe.

6. Hier sagt der Taufstein: “Du bist sein“,
hier der Altar ruft zum Mahle,
hier ruft das Wort: „Und er ist dein
bei dir im finstersten Tale.“
Jesus, der Herr in Ewigkeit,
schenkt der Gemeinde allezeit
Glauben und Hoffnung und Liebe.

7. Laß unsern Herzen nirgends Ruh,
wo auch die Glocken erklingen,
daß wir mit deinem Volk herzu
kommen zum Beten und Singen.
Wenn dich die Welt nicht kennt noch sieht,
an deinem Volk dein Werk geschieht,
Gnade und Friede grüßt alle.

(Autor: Nikolai Frederik Severin Grundtvig (1783 - 1872) deutsch v. Otto Riethmüller (1)



Gericht und Gnade


In den Kirchen unserer Zeit,
rühmt Predigt die Barmherzigkeit.
Das ist auch Recht, so steht’s geschrieben,
dass Gott will alle Menschen lieben.

Doch nur noch selten oder nicht,
spricht man über das Gericht!
Aber Jesus wird auch kommen,
zu richten Sünder und die Frommen.

Das wird dann schamhaft oft verdrängt,
weil es den stolzen Menschen kränkt.
Von „Strafe“ reden ist doch fade,
preisen wir lieber Gottes Gnade!

Doch Gottes Wort ist hier sehr klar.
Er wird einst teilen der Menschen Schar
in solche, die den Himmel sehen
und andere, die zur Hölle gehen!

Darum, o Mensch, wieg dich nicht gleich
in falsche Ruh‘ und Sicherheit,
tu Buße, wirf die Sünden fort
und eil‘ zum Kreuz, dem Gnadenort!

(Autor: Johannes Kandel)

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Glückselig, wer den Gruß des Herrn

zu Psalm 27,4


1. Glückselig, wer den Gruß des Herrn
in seinem Haus empfing,
wer dort im Tun und Ruhen gern
an seinen Augen hing!
Ohn´ Ihn und seinen Friedensgeist
wär´ auch der Himmel selbst verwaist.
Doch seiner Hausgenossen Los,
wie segensvoll, wie göttlich groß!
Wie göttlich groß
ist, Vater, unser Los!

2. Beschämt und froh erinnert sich,
wer Hausrecht hat, der Zeit,
da Du ihm zuriefst:
»Auch für dich
ist noch Barmherzigkeit!«
Da Du ihm riefst: »Komm, wohne hier,
damit dein ganzes Leben mir
und meinem Friedensbunde treu
bis an dein Lebensende sei!«
O, daß ich treu
im Hause Gottes sei!

3. Ach, große Schuldner bleiben wir –
verschon und gehe nicht
mit Deinen Kindern, nicht mit mir,
Erbarmer, ins Gericht!
Nichts hält uns, nichts als Deine Huld
und jeder ruft:
Des Herrn Geduld,
die gnädig schont und gern verzeiht,
ist wahrlich unsre Seligkeit!
Dein Herz verzeiht -
o, das ist Seligkeit!

4. Komm, dieses Hauses Heiligtum
mit neuem Heil zu weih'n!
Hilf, daß in ihm zu Deinem Ruhm
Wort, Werk und Fleiß gedeih'n,
und jedes Herz Dir, rein und treu,
ein Dankaltar der Liebe sei!
Ja, reicher Segen sprech' es aus:
Dies Haus ist wahrlich Gottes Haus!
Ja, Gottes Haus! Das sprech'
durch Tat sich aus.

(Autor: Karl Bernhard Garve (1763 - 1841))



Gottes Banner


Gott ist stark, Sein Reich zu bauen,
trotz des Satans bösen Klauen.
Gott baut Häuser des Gebets,
baut trotz heißesten Gefechts.

Hart der Kampf und heiß die Flamme!
Jedes Haus, als Gottes Banner,
steht auf Trümmern alter Zeit
in dem dunklen Reich vom Feind.

Hier den Seelendurst wir stillen,
Kräfte schöpfen neu im Stillen,
Unterweisung zum Bewähren,
Gottes wunderbare Lehre,
müde Seelen finden Ruh,
fliegen ihrer Heimat zu.

Ja, Gott will, dass uns´re Hände
freudig bauen ohne Ende.
Überall und ohne Rast
baut der Schöpfer Sein Palast.


Übersetzung aus dem Russischen

(Autor: Katja Sawadski)

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Hier ist mir wohl! in Gottes Heiligtum

zu Psalm 27,4


1. Hier ist mir wohl! in Gottes Heiligtum,
im auserwählten Haus!
Hier denk´ ich nur an meines Jesu Ruhm
und ruhe selig aus.
Ich bin schon reich auf Erden!
Das fällt mir hier recht ein;
Wie kann ich bei Beschwerden
verzagt und traurig sein?

2. Hier ist mein Herr, der mich so gern erquickt,
der mich so innig liebt!
Sein Auge hier so freundlich auf mich blickt.
Mein Herz sich Ihm ergibt.
Du einz´ger Trost des Lebens!
Du Balsam für den Schmerz!
Ich ringe nicht vergebens,
Du hilfst mir himmelwärts.

3. Hier ist mein Volk, das heil´ge Volk des Herrn,
das Volk, das mich versteht
und mit mir zieht!
Hier ist mein Herz so gern,
wo jeder Gott erhöht.
Umher da tobt die Menge,
sie haßt, verlacht mein Gut.
Im wilden Weltgedränge
da ist mir bang zumut.

4. Hier bleibe ich! Ach, Herr, gib Du mir Kraft!
Bewahr mir diesen Platz!
Dein Geist ist´s ja, der das Bewußtsein schafft,
Er sei ein großer Schatz.
Ach, laß mich selig eilen,
wenn bald die Stunde schlägt,
hierher, wo mein Verweilen
mir goldne Früchte trägt!

(Autor: Julius Köbner (1806 - 1884))



Hier stehen wir von nah und fern


l. Hier stehen wir von nah und fern
in einem Geist, vor einem Herrn,
vereint zu Dank und Bitte;
O Jesu, sel'ge Majestät,
gekreuzigt einst und nun erhöht,
tritt ein in unsre Mitte!
Stimm an,
nimm an
unsre Lieder,
die wir wieder
vor Dich bringen,
Deine Herrlichkeit zu singen!

2. Was einst ein kleines Senfkorn war,
das breitest Du von Jahr zu Jahr
nun aus mit mächt'gen Zweigen;
Zu Tausenden erwächst Dein Bund
und öffnet Herz und Hand und Mund,
für Gottes Heil zu zeugen -
Deinen
reinen
Lebenssamen,
Deinen Namen
durch die Weiten
aller Länder auszubreiten.

3. Du hast uns Dir zum Haus gebaut,
mit Segensblicken angeschaut,
gemehret und geschirmet;
Hast unsre Brüder ausgesandt
und hütest sie in jedem Land,
wo noch die Hölle stürmet.
Leiden,
Freuden
sind gemenget;
Doch es dränget
Deine Wahrheit
sich hervor mit Siegesklarheit!

4. Dein ist die Welt, Dein sind auch wir,
und alle Völker werden Dir
noch einst zu Füßen fallen;
Du weckst sie aus des Todes Ruh'
und führst schon Erstlinge herzu
zu Salems heil'gen Hallen;
Sendest,
spendest
Licht und Segen
allerwegen
Deinen Freunden,
herrschest unter Deinen Feinden.

5. Dein sind wir, Dein in Ewigkeit!
Drum wollen wir, Du Held im Streit,
an Deinem Auge hängen.
Wohlan, mit Macht umgürte Dich,
Du Arm des Herrn! so werden sich
die Völker um Dich drängen!
Alsdann
wird man
fröhlich singen,
Palmen schwingen,
wenn man schauet,
wie Jehovah Zion bauet!

(Autor: Albert Knapp (1798 - 1864))



Kirchen


Ich sehe die Kirchen in der Stadt,
wie sie die Türme recken.
Fast jede laute Glocken hat,
die uns am Morgen wecken.

Das Geläute zeigt uns doch,
ihr seid hier eingeladen!
Wohl mancher Gast, der zögert noch,
glaubt sich auf fremden Pfaden!

Vielleicht war er schon lang nicht mehr
in diesen heil’gen Hallen.
Hält er von „Kirchens“ gar nichts mehr?
Hat ihm der Pfarrer nicht gefallen?

Es wird sehr viele Gründe geben,
warum man nicht zur Kirche steht.
Für viele passt Gott nicht zum Leben.
Gottlos es einem wohlergeht!

Bei manchen war es das Personal
das ihren Zorn erregte.
Bei anderen war’s die Seelenqual,
die fort vom Glauben sie bewegte.

Gleichviel was immer sie auch kränkte,
wir Christen sollten es uns merken,
was unsere Mitmenschen bedrängte
und freundlich sein mit guten Werken!

Wir sind ja keine bess’ren Leute,
nur glauben wir an Gottes Wort,
dass Gott uns gestern und auch heute,
begegnen kann am Kirchenort.

Hier ist die Tankstelle der Seele,
hier schöpfen wir stets neuen Mut.
Hier laden wir ab, was uns so quäle,
hier tut uns Gottes Nähe gut!

Wir laden alle ein zu kommen,
wer Gott sucht, wird ihn hier auch finden.
Der Platz ist nicht nur für die Frommen,
Gott ließ sich allem Volk verkünden.

Wo Kirchen noch im Lande stehen
und Menschen Gottes Worte hören,
wird es dem Lande gut ergehen,
auch wenn die Kirchen manchen stören.

(Autor: Johannes Kandel)

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Kirchen und das Zentrum


Schon früh am Morgen machte ich mich auf,
verließ mein Heim in schnellem Lauf.
Die heiligen Orte wollte ich finden,
dort bekennen meine Sünden.

Erhoffte mir Frieden für meine Seele,
dass mich meine Schuld nicht länger quäle.
Von Pilgern und Orten zur Verehrung des Herrn
hatt´ ich gelesen sehr viel und sehr gern.

So reiste ich quer durchs ganze Land,
zahlreiche Kirchen auf dem Wege ich fand.
Inmitten der Christen, der betenden Schar
ward Christum gepredigt ganz rein und ganz klar.

Doch in vielen Kirchen, zu meinem Erschrecken
konnt´ ich von Christus so gar nichts entdecken.
Viel kluge Worte wurden gesagt
und das Elend der Welt wortreich beklagt.

Auch politische Reden wurden geführt
und Worte sehr kluger Menschen zitiert.
Das war alles nicht schlecht, weil wir ja wissen,
dass um der „Stadt Bestes“ wir uns auch kümmern müssen.

Doch es fehlte die Mitte, das Zentrum der Lehre,
dass der Mensch sich zu Christus, dem Heiland bekehre.
Dass ohne die Wende, Erneuerung des Lebens
unser weltliches Tun bleibt leider vergebens.

Es ist sehr wichtig gemeinsam zu beten,
als Christi Gemeinde vor den Heiland zu treten,
Orte zu haben zu denen wir gehen,
um gemeinsam für unseren Glauben zu stehen.

Doch verehren wir nicht die äußeren Hüllen
und die Gegenstände welche die Stätten schmückend füllen.
Wo zwei oder drei zum Gebete herkommen,
ist Christus mit ihnen, den einfachen Frommen.

Ob bei festlichen Feiern in Kirchen und Sälen,
ob’s das Kämmerlein ist’s, das zu erwählen,
ob mit zweien und dreien ich sitz im Gebet,
im Zentrum doch stets der Herr Jesus steht.

(Autor: Johannes Kandel)

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Nach Zions Hügel zieht´s mich hin

zu Psalm 137,1


1. Nach Zions Hügel zieht's mich hin;
da findet meine Seele Ihn!
O Zion, Himmelsvorhof du,
in dir ist wundersüße Ruh

2. In dir umgibt mich Gottes Kraft,
die hohen Frieden in mir schafft,
wenn Gottes Kinder um mich knie'n,
den Herrn herab vom Himmel zieh'n

3. In dir die Botschaft mir erschallt,
bei der mein Herz vor Freude wallt;
in dir hat Davids Heldensohn
errichtet seinen Königsthron.

4. Da schenkt Er Gnade, Glaubenslicht,
da hält Er innerlich Gericht,
zerbricht dem Sünder Mut und Herz,
verdrängt durch Wonne tiefen Schmerz.

5. Gesegnet sei, o Haus des Herrn!
Wie könnt' ich bleiben von dir fern?
Die mir verwandt so innig nah,
die trauten Freunde sind ja da.

6. Drum kommst Du mir nicht aus dem Sinn,
du Wohnung Gottes! Ich muss hin,
wo meine Seele Leben trinkt
und Jesu in die Arme sinkt!

(Autor: Julius Köbner (1806 - 1884))



Reich des Herrn

zu Matth. 6,10


1. Reich des Herrn,
brich hervor in vollem Tag!
Deiner Strahlen Macht erhelle,
was in Todesschatten lag!
Wolk' und Zweifelsnebel fälle;
Sende Licht und Wärme nah und fern,
Reich des Herrn!

2. Siege bald!
Komm, das kalte Reich der Nacht
aller Enden zu zerstören!
Sieh, es sammelt seine Macht –
Doch wer kann den Sieg Dir wehren?
Denn die Sonne der Gerechtigkeit
führt den Streit.

3. Menschenhuld
klopft in Deiner milden Brust,
unter Menschenkindern wohnen,
das ist Deines Herzens Lust.
Nimm, o, nimm die Nationen,
nimm zum Wohnsitz alle Länder ein!
Sie sind Dein.

4. Aber ihr,
die der König ausgesandt,
geht voran in allen Zonen!
Bahnt die Weg' und macht bekannt
unter allen Nationen,
wie die Gnade, wo der Herr regiert,
triumphiert!

5. Welch ein Herr!
Ihm zu dienen, welch ein Stand!
Wenn wir seines Dienstes pflegen,
lohnt Er unsrer schwachen Hand
armes Werk mit reichem Segen.
Wallen wir, so wallt sein Friede mit
Schritt für Schritt.

6. Kommt herbei,
frohe Zeiten, säumet nicht!
Daß der Herr sich offenbare
als der Völker Recht und Licht!
Kommt, daß alle Welt erfahre,
wie die Menschenherd' ihr großer Hirt
weiden wird!

(Autor: Karl Bernhard Garve (1763 - 1841))



Sie jauchzet doch mit Freuden

zu Jesaja 35,10


1. Sie jauchzet doch mit Freuden,
die heil'ge Gottesstadt,
die sich durch Jesu Leiden
vor nichts zu fürchten hat!
Denn Gott ist bei ihr drinnen,
Er hilft ihr früh und spät;
Das macht die Furcht zerrinnen
und stärket zum Gebet.

2. Behalte, Welt, das Deine,
das mit dem Tod zerfällt!
In Christi Gnadenscheine
durchwall ich diese Welt,
wenn alle Reichen darben,
wenn Fürsten betteln gehn,
will ich mit Freudengarben
in Zions Toren stehn!

(Autor: Ernst Gottlieb Woltersdorf (1725 - 1761))



Triumphiere, Gottes Stadt

zu Hebr. 12,22


1. Triumphiere, Gottes Stadt,
die sein Sohn erbauet hat!
Zion Gottes, freue dich!
Der im Himmel schützet dich.

2. Deine Feinde wüten zwar –
zittre nicht, du kleine Schar,
denn der Herr der Herrlichkeit
machet deine Grenzen weit.

3. Nimmt der Völker Toben zu,
laß sie wüten – leide du,
leide mit Geduld und Mut!
Blute, fruchtbar ist dein Blut!

4. Deinen Feinden eilt Er nach,
siegt und rächet deine Schmach;
Und allmächtig beugt der Held
in Sein selig Joch die Welt.

5. Er sei angebetet! Er,
unser König, der umher
Ruhe schafft und, wenn es stürmt,
mächtig seine Häuflein schirmt.

(Autor: Joh. Andr. Cramer (1723 - 1788))



Wenn die Nebel dieser Erden


1. Wenn die Nebel dieser Erden sind vom ew'gen Licht verscheucht,
wenn dereinst in jenem Leben aller Kummer ewig schweigt:
Welche Freude, welche Wonne wird uns dann erfüllen dort,
wo die Strahlen jener Sonne uns erquicken fort und fort.

Refrain:
Zu dem Glanz der Herrlichkeit,
zu dem Land der Seligkeit
kommen wir nach vielen Sorgen,
nach viel Kreuz und mancher Pein.
O, du Glanz von jenem Morgen,
wie wirst du so herrlich sein!

2. Hier auf dieser armen Erde sind wir Menschen oft so blind,
dass uns Gottes Wunderwege hier noch unbegreiflich sind;
aber dort in jenem Leben wird uns alles sonnenklar,
alle unsre Erdendunkel macht der Herr uns offenbar.

3. Hier auf Erden sind Geliebte oft getrennt in weiter Fern;
aber dort im Land der Ruhe sind sie all´ vereint im Herrn.
Dort in jenem sel'gen Lande findet keine Trennung statt,
Wiedersehn und ew'ge Freude folgt auf unsre Tränensaat.

4. Dort wird man vor allen Dingen unsres Gottes Antlitz sehn,
Lob und Dank Ihm ewig bringen für das Heil, an uns gescheh´n.
O die Lust, an Gottes Herzen ewiglich sich zu erfreu´n
und, befreit von Not uns Schmerzen, ewig bei dem Herrn zu sein!

(Autor: Annie Elvira Hubbart (1844-1932))



Wenn ich am Ufer des Jordans steh


1. Wenn ich am Ufer des Jordans steh,
Heiland, verlass mich nicht:
Nimm mich aus irdischem Ach und Weh
hin zu dem ew'gen Licht.

Refrain:
Droben im himmlischen Lichtgefild,
sicher am gold´nen Strand,
dort wo der Himmel mein Sehnen stillt,
führ ich mein Schiff zu Land.

2. Stadt uns´res Gottes auf heil'gen Höh´n,
öffne die Tore weit,
lass mich Jerusalems Zinnen sehn,
schau´n ihre Herrlichkeit.

3. Dort will ich ruhen vom Kampf und Streit,
schwelgen in sel'ger Lust,
dort ruh ich ewig, von Schuld befreit,
an meines Heilands Brust.

4. Stätte der Heimat, dein trautes Bild
grüßt mich hienieden schon;
bald wird mein sehnendes Herz gestillt
droben vor Gottes Thron.

(Autor: Karl Röhl (1870-1951))



Wenn ich, Herr, dein Haus betrete


1. Wenn ich, Herr, dein Haus betrete,
weiß ich es, du bist schon da.
Wenn ich niederknie und bete,
fühle ich, du bist mir nah.

2. Herr, ich falle vor dir nieder,
du siehst in mein reuig Herz,
schuldbeladen komm‘ ich wieder,
heile mich von meinem Schmerz!

3. Nimm von mir, Herr, meine Sünden,
mach‘ die Seele frei und rein,
lass mich Gnade bei dir finden,
gib dich mir in Brot und Wein!

4. Mag die Hölle um mich toben,
weil kein Recht sie an mir hat,
Herr, ich will dich ewig loben,
für die große Liebestat.

(Autor: Gerhard A. Spingath)

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Zu Hause sein

zu Epheser 2,19



In der Regel ist es recht fein,
ein willkommener Gast zu sein.
Eingeladene werden oft verwöhnt,
weil man ihnen Gutes gönnt.

Ein Besuch ist vorübergehend
wie ein schöner Sommerabend.
Meistens aber ist man daheim:
“Mein Zuhause, hier darf ich sein!”

Unser “Wohlfühlort” ist endlich,
aber Gott gibt Heimat ewiglich!
Dort werden wir mit Freuden sein,
im glänzenden Herrlichkeitsschein.

Die glückselige Himmelsstadt
ist der Christen ersehnte Wahlheimat.
Wer sich beruft auf Gottes Gnaden,
der ist dort herzlich eingeladen!

Drum mache Deine Zukunft klar.
Jesus ruft Dich jetzt zu Seiner Schar!
Schenke IHM Dein Herz plus Sündenberg,
damit Du Anteil hast an Gottes Erlösungswerk!

Ein Mensch kann in den Himmel kommen
ohne Gesundheit, ohne Ehre, ohne Bildung und ohne Freunde.
Aber niemals ohne Jesus Christus!
(Unbekannt)

(Autor: Ingolf Braun)

  Copyright © by Ingolf Braun, www.christliche-gedichte.de
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Friede mit Gott finden

„Lasst euch versöhnen mit Gott!“ (Bibel, 2. Kor. 5,20)"

Dieses kurze Gebet kann Deine Seele retten, wenn Du es aufrichtig meinst:

Lieber Jesus Christus, ich habe viele Fehler gemacht. Bitte vergib mir und nimm Dich meiner an und komm in mein Herz. Werde Du ab jetzt der Herr meines Lebens. Ich will an Dich glauben und Dir treu nachfolgen. Bitte heile mich und leite Du mich in allem. Lass mich durch Dich zu einem neuen Menschen werden und schenke mir Deinen tiefen göttlichen Frieden. Du hast den Tod besiegt und wenn ich an Dich glaube, sind mir alle Sünden vergeben. Dafür danke ich Dir von Herzen, Herr Jesus. Amen

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Was bedeutet das Fisch-Symbol auf manchen Autos?

Mit welchem Kurzgebet ist ewiges Leben im Himmel erlangbar?

Was bedeutet „in Jesus Namen" bitten?

Tod - und dann?

Was wird 5 Minuten nach dem Tode sein?
Prof. Dr. Werner Gitt

Glaubensvorbilder

George Whitefield

Wer kennt heute noch den Namen "George Whitefield" (1714-1770)? Dabei schenkte Gott die wohl größten Erweckungen in der englischsprachigen Welt unter seiner Verkündigung!
Was war der Schlüssel zu diesen Segensströmen?

George Whitefield - Ein Mann der Demut und ein Erwecker Englands und Amerikas

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