Bestattungslieder

christliche Gedichte und Lieder

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 25.06.2024

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Ölbaum

Wenn aber etliche von den Zweigen ausgebrochen sind und du, der du ein wilder Ölbaum warst, bist du doch unter sie eingepfropft und teilhaftig der Wurzel geworden und des Saftes im Ölbaum ...

Römer 11,17

Gott ersann großartige Wege zu Seinem Ziel,
indem ER uns* einpflanzte in den Ölbaum Israel.
Die Gemeinde Jesu ist seitdem eingepfropft im Stamm
des Ölbaumes, womit Gott Seinen Siegeszug** begann!
Zwar lehnte Israel Seinen Messias ab, doch zu unserem Heil.
Dennoch gibt Gott auch Seinem Volk wieder vollen Segensanteil.
Die weltweite Christenheit wäre ohne Juden nicht existent.
Preisen wir Gott mit unseren Brüdern, der uns liebt und kennt!
(*Heiden - alle Nichtjuden; **um die Welt)

Frage: Bist Du dafür dankbar, dass die Juden (zunächst die messianischen) zu Deinen älteren Geschwistern im Namen Jesu Christi dazu gehören?

Zum Nachdenken: In Römer 11,18 heißt es: Wir sollen uns nicht rühmen gegen die `Zweige` (Israel). Denn wir tragen nicht die Wurzel des `Ölbaumes`, sondern die Wurzel trägt uns! So sind wir alle Teilhaber der Gnade Gottes in Christus geworden. Im Glauben werden wir allerdings auf Echtheit geprüft, genauso wie das Volk Israel. Daher wird Deine und meine Liebe zu Jesus sich auf dem Weg durchs Leben in Freud & Leid bewähren müssen. Gemeinsam gehen wir dem Ziele der Verheißungen Gottes entgegen. Welch prachtvolle Zukunft!

Bestattungslieder

1-20

Inhalt

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Ach es ist ein bittres Leiden


1. Ach es ist ein bittres Leiden
und ein rechter Myrrhentrank,
sich von seinen Kindern scheiden
durch den schweren Todesgang!
Hier geschieht ein Herzensbrechen,
das kein Mund kann recht aussprechen.

2. Aber das, was wir beweinen,
weiß von allem Jammer nichts,
sondern sieht die Sonnen scheinen
und den Glanz des ewgen Lichts,
singt und springt und hört die Scharen,
die hier seine Wächter waren.

3. Muß der kleine Leib verwesen,
ist´s ihm ein geringer Schad:
Gott wird schon zusammenlesen,
was der Tod zerstreuet hat:
treu ist er und frommen den Seinen,
wacht auch über den Gebeinen.

4. Diesem Herrn ist nichts verdorben:
wenn des Todes Nacht vorbei,
nimmt er das, was war gestorben,
und machts weider ganz und neu.
Also werden wir zur Erden,
daß wir mögen himmlisch werden.

5. Auf deswegen! Seid zufrieden,
Vaterherz und Muttergeist!
Lasset schlafen, was geschieden
und zu Gott ist hingereist!
Was für Tränen ihr vergossen,
laßt sie sein mit Trost geschlossen!

6. Wandelt eure Klag in Singen,
ist doch nunmehr alles gut!
Trauern mag nicht wiederbringen,
was im Himmelsschoße ruht.
Aber wer getrost sich gibet,
ist bei Gott sehr hoch geliebet.

(Autor: Paul Gerhardt (1607 - 1676))



Ach Gott, ich muß in Traurigkeit


1. Ach Gott, ich muß in Traurigkeit
mein Leben nun beschließen,
dieweil der Tod von meiner Seit
so eilends hat gerissen
mein treues Herz, der Tugend Schein,
des muß ich jetzt beraubet sein.
Wer kann mein Elend wenden?

2. Wenn ich an ihre Freundlichkeit
gedenk in meinem Herzen,
die sie mir hat zu jeder Zeit
in Freud und auch in Schmerzen
erwiesen ganz beständiglich,
mein Kreuz und Weinen mehret sich,
vor Angst möcht ich vergehen.

3. Bei wem soll ich auf dieser Welt
rechtschaffne Liebe finden?
Der meiste Teil nicht Glauben hält,
die Treu will gar verschwinden.
Ich glaub und red es ohne Scheu:
Die best ist doch getraute Treu,
die muß ich jetzt entraten.

4. Fürwahr mir geht ein scharfes Schwert
jetzund durch meine Seele,
die abzuscheiden oft begehrt
aus ihres Leibes Höhle.
Wo du nicht, Herre Jesu Christ,
in solchem Kreuz mein Tröster bist,
muß ich in Leid verzagen.

5. O treugeliebtes, selges Herz,
zu dir will ich mich wenden
in diesem meinem großen Schmerz,
ob sich mein Angst möcht wenden.
Ich will betrachten deinen Stand,
wie Gott dir alles Kreuz gewandt
in höchste Freud und Wonne.

6. Kein Angst, kein Trübsal, Weh und Not
kann dich jetzund verletzen.
Im Himmel tut der fromme Gott
mit Liebe dich ergetzen.
Die Seele schaut mir Lust und Freud
die heilige Dreifaltigkeit
mit allen Auserwählten.

7. Du kommst nicht wieder her zu mir
in dies betrübte Leben,
ich aber komm hinauf zu dir.
Da werd ich mit dir schweben
in höchster Freude, Wonn und Lust,
die deine Seele täglich kost,
drauf ich mich herzlich freue.

8. O wie mit großer Freudigkeit
wolln wir einander kennen!
Da wird uns dann zu keiner Zeit
der bittre Tod mehr trennen.
Ach welche Freude wird dann sein,
wenn ich die, die ich jetzt bewein,
mit Freude werd umfangen!

9. Dies will ich stets in meinem Leid
mir zu Gemüte führen,
erwarten in Geduld die Zeit,
wie Christen will gebühren.
Gott alles Trostes steh bei mir
und mich durch seinen Geist regier
zu seines Namens Ehre!

(Autor: Johann Heermann (1585-1647))



Aller Gläubigen Sammelplatz


1. Aller Gläub'gen Sammelplatz
ist da, wo ihr Herz und Schatz,
wo ihr Heiland Jesus Christ
und ihr Leben hier schon ist.

2. Eins geht da, das andre dort
in die ewge Heimat fort,
ungefragt, ob die und der
uns nicht hier noch nützlich wär.

3. Doch der Herr kann nichts versehn;
und wenn es nun doch geschehn,
hat man nichts dabei zu tun
als zu schweigen und zu ruhn.

4. Manches Herz, das nicht mehr da,
geht uns freilich innig nah;
doch, o Liebe, wir sind dein,
und du willst uns alles sein.

(Autor: Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf (1700 - 1760))



Am Grabe stehn wir stille


1. Am Grabe stehn wir stille
und säen Tränensaat,
des lieben Pilgers Hülle,
der ausgepilgert hat.

2. Er ist nun angekommen,
wir pilgern noch dahin;
er ist nun angenommen,
der Tod war ihm Gewinn.

3. Er schaut nun, was wir glauben,
er hat nun, was uns fehlt,
ihm kann der Feind nichts rauben,
der uns versucht und quält.

4. Ihn hat nun als den Seinen
der Herr dem Leid entrückt,
und während wir hier weinen,
ist er so hoch beglückt.

5. Er trägt die Lebenskrone
und hebt die Palm empor
und singt vor Gottes Throne
ein Lied im höhern Chor.

6. Wir armen Pilger gehen
hier noch im Tal umher,
bis wir ihn wiedersehen
und selig sind wie er.

(Autor: Philipp Spitta (1801 - 1859)



Auf meinen Jesum will ich sterben

zu Römer 14,8


1. Auf meinen Jesum will ich sterben
getrost mir Fried´ und Freudigkeit,
der mich zu Gottes Kind und Erben
durch sein unschuldig Blut geweiht.
Mein Jesus ist mein Trost allein,
auf Jesum schlaf´ ich selig ein.

2. Auf meinen Jesum will ich sterben;
brich immerhin, mein Herze brich!
Ich darf ja doch den Himmel erben,
an Jesum hält mein Glaube sich.
Mein Jesus ist mein Trost allein,
auf Jesum schlaf´ ich selig ein.

3. Auf meinen Jesum will ich sterben;
er bleibt, wenn alles mich verläßt.
Er starb, das Leben zu erwerben,
an ihm hält sich mein Gleube fest.
Mein Jesus ist mein Trost allein,
auf Jesum schlaf´ ich selig ein.

4. Auf meinen Jesusm will ich sterben;
Herr Jesu, nimm die Seele hin!
Kann ich mit dir den Himmel erben,
so ist das Sterben mein Gewinn,
mein Jesus ist mein Trost allein
auf Jesum schlaf´ ich selig ein.

5. Auf meinen Jesum will ich sterben,
wenn mir vergeht der Augen Licht,
wenn Mund und Lippen sich entfärben,
und wenn mir auch mein Herze bricht.
Mein Jesus ist mein Trost allein,
auf Jesum schlaf´ ich selig ein.

6. Auf meinen Jesum will ich sterben.
Mit Leib und Seele bin ich dein,
Herr Jesu, laß mich nicht verderben,
ach laß mich ewig selig sein!
Mein Jesus ist mein Trost allein,
auf Jesum schlaf´ ich selig ein.

7. Auf meinen Jesum will ich sterben.
Hilf, Jesu, in der letzten Not,
laß mich das beste Teil erwerben,
versüße mir den bittern Tod!
Du bist mein höchster Trost allein,
auf dich nur schlaf´ ich selig ein.

(Autor: Salomo Franck (1659 - 1725))



Die Christen gehn von Ort zu Ort


1. Die Christen gehen von Ort zu Ort
durch mannigfaltgen Jammer
und kommen in den Friedensport
und ruhn in ihrer Kammer.
Gott nimmt sie nach dem Lauf
in seinen Armen auf;
das Weizenkorn wird in sein Beet
auf Hoffnung schöner Frucht gesät.

2. Wie seid ihr doch so wohl gereist!
Gelobt sein eure Schritte,
du friedevoll befreiter Geist,
du jetzt verlaßne Hütte!
Du, Seele, bist beim Herrn;
dir glänzt der Morgenstern;
euch Glieder deckt mit sanfter Ruh
der Liebe stiller Schatten zu.

3. Wir freun uns in Gelassenheit
der großen Offenbarung;
indessen bleibt das Pilgerkleid
in heiliger Verwahrung.
Wie ist das Glück so groß
in Jesu Arm und Schoß!
Die Liebe führ uns gleiche Bahn:
so tief hinab, so hoch hinan.

(Autor: Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf (1700 - 1760))



Die Liebe darf wohl weinen

zu 5. Mose 34,8


1. Die Liebe darf wohl weinen,
wann sie ihr Fleisch begräbt;
kein Christ muß fühlos scheinen,
solang er hier noch lebt.

2. Doch lässet gleich der Glaube
sein Aug gen Himmel gehen:
was uns der Tod hier raube,
soll herrlich auferstehn.

3. So ist´s uns um die Herzen,
die Gnade macht uns so;
uns ist noch wohl in Schmerzen,
im Trauern sind wir froh.

4. Was tröstet uns? Das Hoffen,
Wie gut ist´s Christ zu sein!
Man sieht den Himmel offen
und nicht das Grab allein.

5. Herr Jesu, unser Leben,
in Tränen dankt man dir,
daß du uns Trost gegeben;
denn davon leben wir.

6. Was wir in Schwachheit säen,
das wird in Herrlichkeit
auf dein Wort auferstehen;
das ist´s was uns erfreut.

7. Herr, bild aus unserm Staube
den neuen Leib, der dort,
nicht mehr dem Tod zum Raube,
dich schauet immerfort.

(Autor: Philipp Friedrich Hiller (1699 - 1769))



Ei wie so sanft entschliesest du


1. Ei wie so sanft entschliesest
du nach manchem schweren Stand
und liegst nun da in süßer Ruh
in deines Heilands Hand.

2. Sein Leiden hat dich frei gemacht
von aller Angst und Pein,
sein letztes Wort: Es ist vollbracht,
das singt dich lieblich ein.

3. Du laßt dich zur Verwandelung
in dies Gefilde sän
mit Hoffnung und Versicherung,
viel schöner aufzustehn.

4. Verbirg dich unserm Angesicht
im kühlen Erdenschoß!
Du hast das deine ausgericht,
empfängst ein selig Los.

5. Wir wissen, daß der Bräutigam,
der ewig treue Hirt,
dich, fein schon hier geliebtes Lamm,
auch dort nicht lassen wird.

6. Er führe seine ganze Herd,
die sich zu ihm gesellt
und die ihm ist so teur und wert,
auch vollends durch die Welt!

(Autor: Gottfr. Neumann (1688 - 1782))



Erlöset von der Erde


Erlöset von der Erde Pein und Schmerzen,
von Freude, Kummer und auch Leid.
In einem Augenblick von diesem all entwichen,
ist er/sie mit Jesus in der ew’gen Herrlichkeit.

Im festen Glauben hat er/sie alles überstanden,
und treu gefolgt dem Worte Gottes nach.
Der Augenblick zu geh’n aus diesem Erdenjammer
war ihm/ihr bestimmt allein durch Gottes Hand.

Geschwister, tröstet euch mit seinen Worten,
das Gott gesagt hat in der Heil’gen Schrift.
Ich trockne alle Tränen ab an jenem Orte
wo jeder Kummer, Leid wird ausgewischt.

Wie Herrlich wird es sein an jenem Orte
wo Engel werden mit uns triumphier’n.
Mit Jesum, der als Sonne in der Mitte
für alle da sein wird als Lebenseleksier.

Kannst du den Ruf des Herrn noch nicht vernehmen
wo Er so zärtlich ruft: O komme doch zu mir!
Ich hab für dich mein Leben einst gegeben
und will jetzt ew’ges Leben schenken dir!

O, weigre nicht den Ruf des treuen Hirten,
der dir umsonst die Rettung bietet an!
Du weist ja nicht, wie lang du kannst noch Wirken,
eh es zu spät für dich sonst werden kann!

(Autor: Wilhelm Konuchow)

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Geht nun hin und grabt mein Grab


1. Geht nun hin und grabt mein Grab,
denn ich bin des Wanderns müde,
von der Erde scheid ich ab,
denn mir ruft des Himmels Friede,
denn mir ruft die süße Ruh
von den Engeln droben zu.

2. Geht nun hin und grabt mein Grab,
meinen Lauf hab ich vollendet,
lege nun den Wanderstab hin,
wo alles Irdsche endet,
lege selbst mich nun hinein
in das Bett sonder Pein.

3. Was soll ich hienieden noch
in dem dunklen Tale machen?
Denn wie mächtig, stolz
und hoch wir auch stellen unsre Sachen,
muß es doch wie Sand zergehn,
wenn die Winde drüber wehn.

4. Darum, Erde, fahre wohl,
laß mich nun in Frieden scheiden!
Deine Hoffnung, ach, ist hohl,
deine Freuden werden Leiden,
deine Schönheit Unbestand,
eitel Wahn und Trug und Tand.

5. Darum letzte gute Nacht,
Sonn und Mond und liebe Sterne,
fahret wohl mit eurer Pracht,
denn ich reis in weite Ferne,
reise hin zu jenem Glanz,
worin ihr erbleicht ganz.

6. Ihr, die nun in Trauren geht,
fahret wohl, ihr lieben Freunde!
Was von oben niederweht,
tröstet froh des Herrn Gemeinde;
weint nicht ob dem eitlen Schein,
droben nur kann ewig sein.

7. Weinet nicht, daß nun ich will
von der Welt den Abschied nehmen,
daß ich aus dem Irrtum will,
aus den Schatten, aus den Schemen,
aus dem Eiteln, aus dem Nichts
hin ins Land des ew'gen Licht´s.

8. Weinet nicht: mein süßes Heil,
meinen Heiland hab ich funden
und ich habe auch mein Teil
in den warmen Herzenswunden,
woraus einst sein frommes Blut
floß der ganzen Welt zu gut.

9. Weint nicht: mein Erlöser lebt;
hoch vom finstern Erdenstaube
hell empor die Hoffnung schwebt,
und der Himmelsheld, der Glaube;
und die ewge Liebe spricht:
Kind des Vaters, zittre nicht.

(Autor: Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860))



Gott Lob, die Stund ist kommen

zu Phil. 1,23


1. Gott Lob, die Stund ist kommen,
da ich werd aufgenommen
ins schöne Paradeis!
Ihr Eltern dürft nicht klagen;
mit Freuden sollt ihr sagen:
Dem Höchsten sei Lob, Ehr und Preis!

2. Kurz ist mein irdisch Leben;
ein bessers wird mir geben
Gott in der Ewigkeit.
Da werd ich nicht mehr sterben,
in keiner Not verderben;
mein Leben wird sein lauter Freud.

3. Gott eilet mit den Seinen,
lässt sie nicht lange weinen
in diesem Tränental.
Ein schnell und selig Sterben
ist schnell und glücklich Erben
des schönen Himmels Ehrensaal.

4. Die Welt mag Netze stellen;
mich wird sie nun nicht fällen,
sie wird mir tun kein Leid.
Denn wer kann den verletzen,
den Christus wird versetzen
ins Schloß vollkommner Sicherheit!

5. Zuvor bracht ich euch Freude;
jetzt, nun ich von euch scheide,
betrübt sich euer Herz.
Doch wenn ihr´s recht betrachtet
und, was Gott tut, hoch achtet,
wird sich bald lindern aller Schmerz.

6. Gott zählet alle Stunden,
er schlägt und heilet Wunden,
er kennet jedermann.
Nichts ist jemals geschehen,
das er nicht vorgesehen;
und was er tut, ist recht getan.

7. Wenn ihr mich werdet finden
vor Gott, frei aller Sünden,
in weißer Seide stehn
und tragen Siegespalmen
in Händen und mit Psalmen
des Herren Ruhm und Lob erhöhn,

8. da werdet ihr euch freuen;
es wird euch herzlich reuen,
dass ihr euch so betrübt.
Wohl dem, der Gottes Willen
gedenket zu erfüllen
und ihm sich in Geduld ergibt!

9. Ade, nun seid gesegnet!
Was jetzund euch begegnet,
ist andern auch geschehn;
viel müssen´s noch erfahren.
Nun, Gott woll euch bewahren!
Dort wollen wir uns wiedersehn.

(Autor: Johann Heermann (1585-1647))



Guter Hirt! Du hast gestillt



1. Guter Hirt! Du hast gestillt
Deines Lämmchens langen Jammer.
Ach, wie ruhig, blass und mild
liegt's in seiner kleinen Kammer;
und kein Seufzer, bang und schwer,
quälet nun sein Herze mehr.

2. In der Welt voll Angst und Grau'n
willst Du es nicht länger leiden,
auf des Paradieses Au'n
soll Dein liebes Lamm nun weiden
und mit unbeflecktem Kleid
schweben in der Herrlichkeit!

3. O Herr Jesu! möchten wir,
wo es schwebt, auch einstens schweben
und Dein seliges Revier
uns auch Himmelsnahrung geben!
Dann sind Not und Tod Gewinn,
nimmst Du auch das Liebste hin.

(Autor: Joh. Wilh. Meinhold (1797-1851))



Herr, meine Leibeshütte


1. Herr, meine Leibeshütte
sinkt nach und nach zu Grab,
gewähre mir die Bitte;
und brich sie stille ab!

2. Gib mir ein ruhig Ende,
der Augen matten Schein
und die gefalt´ten Hände
laß sanft entseelet sein!

3. Laß meine Atemzüge
am End zu schwer nicht sein
und gib, daß ich so liege,
als schlummerte ich ein!

4. Doch es gescheh´ dein Wille;
ich scheide leicht dahin,
im Kämpfen oder stille,
wenn ich nur selig bin.

5. Ich werde auferstehen,
da geht´s zum Himmel ein:
Ich werde Jesum sehen,
er wird mir gnädig sein.

(Autor: Philipp Friedrich Hiller (1699 - 1769))



Herr, nun laß in Friede

zu Lukas 2,29


1. Herr, nun laß in Friede,
lebenssatt und müde,
deinen Diener fahren
zu den Himmelsscharen
selig und im Stillen,
doch nach deinem Willen.

2. Gerne will ich sterben
und den Himmel erben;
Christus mich geleitet,
welchen Gott bereitet
zu dem Licht der Heiden,
das uns setzt in Freuden.

3. Hier hab ich gestritten,
Ungemach erlitten,
ritterlich gekämpfet,
manchen Feind gedämpfet,
Glauben auch gehalten
richtig mit den Alten.

4. Tränen muß ich lassen,
weinen ohne Maßen,
schwere Gänge laufen
mit der Christen Haufen,
über Sünde klagen,
Kreuz und Trübsal tragen.

5. Nunmehr soll sich´s wenden,
Kampf und Lauf sich enden,
Gott will mich erlösen
bald von allem Bösen;
es soll besser werden,
als es war auf Erden.

6. Frieden werd ich finden,
ledig sein von Sünden
und auf allen Seiten
nicht mehr müssen streiten;
mich soll ganz umgeben
himmlisch Freudenleben.

7. Mir ist beigeleget,
wo man Zepter träget,
eine schöne Krone
schon zum Gnadenlohne;
da werd ich ergötzet
und zur Ruh gesetzet.

8. Mein Erlöser lebet
und mich selber hebet
aus des Todes Kammer;
da liegt aller Jammer!
Fröhlich, ohne Schrecken,
will er mich aufwecken.

9. Dieser Leib soll gehen
und in Klarheit stehen,
wenn die Toten werden
erstehn von der Erden,
Christum werd ich schauen,
darauf kann ich trauen.

10. Christo will ich singen,
Lob und Ehre bringen,
rühmen seine Güte
mit Seel und Gemüte,
preisen seinen Namen
ohn Aufhören. Amen.

(Autor: David Behme (1605 - 1657))



Ich bin ja, Herr, in deiner Macht


1. Ich bin ja, Herr, in deiner Macht,
du hast mich an dies Licht gebracht,
du unterhältst mir auch das Leben;
du kennest meiner Monden Zahl,
weißt, wann ich diesem Jammertal
auch wieder gute Nacht muß geben;
wo, wie und wann ich sterben soll,
das weißt du, Vater, mehr als wohl.

2. Wen hab ich nun, als dich allein,
der mir in meiner letzten Pein
mit Trost und Rat weiß beizuspringen?
Wer nimmt sich meiner Seele an,
wenn nun mein Leben nichts mehr kann,
und ich muß mit dem Tode ringen,
wenn aller Sinne Kraft gebricht?
Tust du es, Gott mein Heiland, nicht?

3. Mich dünkt, da lieg ich schon vor mir
in großer Hitz, ohn Kraft, ohn Zier,
mit höchster Herzensangst befallen,
Gehör und Rede nehmen ab,
die Augen werden mir ein Grab,
doch kränkt die Sünde mich vor allen,
des Satans Anglag hat nicht Ruh,
setzt mir auch mit Versuchung zu.

4. Ich höre der Posaunen Ton
und seh auch den Gerichtstag schon,
der mir auch wird ein Urteil fällen.
Hier weiset mein Gewissensbuch,
da aber des Gesetzes Fluch
mich Sündenkind hinab zur Höllen.
Wer hilft mir nun in dieser Not,
wo du nicht, Gott, du Todes Tod?

5. Der Teufel hat nicht Macht an mir,
ich habe bloß gesündigt dir,
dir, der du Missetat vergibest.
Was maßt sich Satan dessen an,
der kein Gesetz mir geben kann,
nichts hat an dem, was du Herr, liebest?
Er nehme das, was sein ist, hin,
ich weiß, daß ich des Herren bin.

6. Herr Jesu, ich dein teures Gut,
bezeugs mit deinem eignen Blut,
daß ich der Sünde nicht gehöre.
Was schont denn Satan meiner nicht
und schreckt mich durch das Zorngericht?
Komm, rette deines Leidens Ehre!
Was gibest du mich fremder Hand
und hast so viel an mich gewandt?

7. Nein, nein, ich weiß gewiß?
mein Heil, du lässest mich, dein wahres Teil,
zu tief in deinen Wunden sitzen.
Hie lach in aller Macht und Not,
es mag Gesetz, Höll oder Tod
auf mich her donnern oder blitzen.
Dieweil ich lebte, war ich dein,
jetzt kann ich keines Fremden sein.

(Autor: Simon Dach (1605 - 1659))



Ich hab mich Gott ergeben


1. Ich hab mich Gott ergeben,
dem liebsten Vater mein;
hier ist kein Immerleben,
es muß geschieden sein.
Der Tod kann mir nicht schaden,
er ist nur mein Gewinn,
in Gottes Fried und Gnaden
fahr ich mit Freud dahin.

2. Mein Weg geht jetzt vorüber;
o Welt, was acht ich dein?
Der Himmel ist mir lieber,
da muß ich trachten ein,
mich nicht zu sehr beladen,
weil ich wegfertig bin,
in Gottes Fried und Gnaden
fahr ich mit Freud dahin.

3. Ach selge Freud und Wonne
hat mir der Herr bereit,
da Christus ist die Sonne,
Leben und Seligkeit.
Was kann mir doch nun schaden,
weil ich bei Christo bin?
In Gottes Fried und Gnaden
fahr ich mit Freud dahin.

4. Gesegn euch Gott, ihr Meinen,
ihr Liebsten allzumal!
Um mich sollt ihr nicht weinen,
ich weiß von keiner Qual.
Den rechten Port noch heute
nehmt fleißig ja in acht,
in Gottes Fried und Freude
fahrt mir bald alle nach.

(Autor: V.1. Johann Leon gest. 1597 - V. 2 - 4 Joh. Siegfried (1564 - 1637 )



Ich habe Lust zu scheiden


1. Ich habe Lust zu scheiden,
mein Sinn geht aus der Welt;
ich sehn mich nach den Freuden
auf Zions Rosenfeld.
Weil aber keine Stunde
zum Abschied ist benennt,
so hört aus meinem Munde
mein letztes Testament:

2. Gott Vater, meine Seele
bescheid ich deiner Hand;
für sie aus dieser Höhle
ins rechte Vaterland.
Du hast sie mir gegeben,
so nimm sie wieder hin,
daß ich in Tod und Leben
nur dein alleine bin.

3. Was werd ich, Jesu, finden,
das dir gefallen kann?
Ach nimm du meine Sünden
als ein Vermächtnis an;
wirf sie in deine Wunden,
ins rote Meer hinein,
so hab ich Heil gefunden
und schlafe selig ein.

4. Dir, o du Geist der Gnaden,
laß ich den letzten Blick;
werd ich im Schweiße baden,
so sieh auf mich zurück.
Ach seufz in meinem Herzen,
wenn ich kein Glied mehr rühr,
und stell in meinen Schmerzen
mir nichts als Jesum für.

5. Ihr Engel, nehmt die Tränen
von meinen Wangen an!
Ich weiß, wie euch das Sehnen
der Reu erfreuen kann.
Wenn Leib und Seele scheiden,
tragt mich in Abrams Schoß,
so bin ich voller Freuden
und aller Tränen los.

6. Euch aber, meine Lieben,
die ihr mich dann beweint,
euch habe ich verschrieben
Gott, eurem besten Freund.
Drum nehmt den letzten Segen,
er wird gewiß geschehn,
daß wir auf Zions Wegen
einander wiedersehen.

7. Zuletzt sei dir, o Erde,
mein blasser Leib vermacht,
damit dir wieder werde,
was du mir zugedacht.
Mach ihn zu Asch und Staube,
bis Gottes Stimme ruft;
denn dieses sagt mein Glaube:
Er bleibt nicht in der Gruft.

8. Das ist mein letzter Wille,
Gott drückt das Siegel drauf.
Nun wart ich in der Stille,
bis daß ich meinen Lauf
durch Christi Tod vollende,
so geh ich freudig hin und weiß,
daß ich ohn Ende
des Himmels Erbe bin.

(Autor: Benjamin Schmolck (1672 - 1737))



Ich sterbe täglich

zu 1. Kor. 15,31


1. Ich sterbe täglich, und mein Leben
eilet immerfort zum Grabe hin.
Wer kann mir einen Bürgen geben,
ob ich noch morgen lebend bin?
Die Zeit geht hin, der Tod kommt her;
ach wer nur immer fertig wär!

2. Ein Mensch, der sich mit Sünden träget,
ist immer reif zu Sarg und Grab;
der Apfel, der den Wurm schon heget,
fällt endlich unversehens ab.
Der alte Bund schließt keinen aus,
mein Leib ist auch ein Totenhaus.

3. Es kann vor Abend anders werden,
als es am Morgen mir mir war;
den einen Fuß hab ich auf Erden,
den andern auf der Totenbahr.
Ein einzger Schritt ist nur dahin,
wo ich der Würmer Speise bin.

4. Es schickt der Tod nicht immer Boten,
er kommet oft unangemeldt
und fordert uns ins Land der Toten.
Wohl dem, der Haus und Herz bestellt,
denn ewig Unglück oder Glück
hängt nur an einem Augenblick.

5. Herr aller Herren, Tod und Leben
hast du allein in deiner Hand,
wie lange du mir Frist gegeben,
das ist und bleibt mir unbekannt.
Hilf, daß ich jeden Glockenschlag
an meinen Abschied denken mag.

6. Ein einzger Schlag kann alles enden,
wenn Fall und Tod beisammen sein.
Doch schlage nur mit Vaterhänden
und schließ in Christ Tod mich ein,
daß, wenn der Leib zu Boden fällt,
die Seel an Jesu Kreuz sich hält.

7. Vielleicht kann ich kein Wort mehr sagen,
wenn Auge, Mund und Ohr sich schleußt,
drum bet ich bei gesunden Tagen:
Herr, ich befehl dir meinen Geist.
Verschließen meine Lippen sich,
so schreie Jesu Blut für mich.

8. Kann ich nicht segnen mehr die Meinen,
so segne du sie, Herr, für mich,
und wenn sie bittre Tränen weinen,
o Tröster, so erbarme dich
und lasse der Verlaßnen Schrein
durch deinen Trost erhörlich sein!

9. Dringt mir der letzte Stoß zum Herzen,
so schließe mir den Himmel auf,
verkürze mir des Todes Schmerzen
und hole mich zu dir hinauf,
so wird mein Abschied keine Pein,
zwar eilig, dennoch selig sein.

(Autor: Benjamin Schmolck (1672 - 1737))



Ihr Eltern, gute Nacht!


1. Ihr Eltern, gute Nacht!
Nun geht es an ein Scheiden.
Ich fahr zu Jesu hin
in seine Himmelsfreuden,
zu Jesu, welcher mich
in Ewigkeit anlacht.
Ach weinet, weinet nicht,
ihr Eltern, gute Nacht!

2. Ihr Eltern, gute Nacht!
Hört auf, um mich zu klagen,
da jetzt mein zarten Leib
wird hin ins Grab getragen!
Wisst, daß die Seele ist
zur Himmelsruh gebracht.
Ach weinet, weinet nicht,
ihr Eltern gute Nacht!

3. Ihr Eltern, gute Nacht!
Sehr herrlich ist´s, zu wohnen
im schönen Himmelsschloss,
da man erblickt die Kronen,
die Gott den Frommen
hat aus Gnaden zugedacht.
Ach weinet, weinet nicht,
ihr Eltern, gute Nacht!

4. Ihr Eltern, gute Nacht!
Muß ich euch schon verlassen,
so werdet ihr mich doch
mit Herzenslust umfassen,
wenn Gott mit euch und mit
der Welt ein Ende macht.
Ach weinet, weinet nicht,
ihr Eltern, gute Nacht!

5. Ihr Eltern, gute Nacht!
Die Angst- und Marterstunden
die sind in dieser Welt
nun völlig überwunden.
Mein Leib schläft sanft,
bis daß er wiederum erwacht.
Ach weinet, weinet nicht,
ihr Eltern, gute Nacht!

(Autor: Gotthard Schuster (1673 - 17861)



In Christi Wunden schlaf ich ein

zu Römer 5,9


1. In Christi Wunden schlaf ich ein,
die machen mich von Sünden rein,
Christi Blut und Gerechtigkeit
das ist mein Schmuck und Ehrenkleid;
damit will ich vor Gott bestehn,
wenn ich zum Himmel werd eingehn.

2. Mit Fried und Freud fahr ich dahin,
ein Gotteskind ich allzet bin.
Dank hab, mein Tod, du führest mich,
ins ewge Leben wandre ich
mit Christi Blut gereinigt fein.
Herr Jesu, stärk den Glauben mein!

(Autor: Paul Eber (1511 - 1569))



Friede mit Gott finden

„Lasst euch versöhnen mit Gott!“ (Bibel, 2. Kor. 5,20)"

Dieses kurze Gebet kann Deine Seele retten, wenn Du es aufrichtig meinst:

Lieber Jesus Christus, ich habe viele Fehler gemacht. Bitte vergib mir und nimm Dich meiner an und komm in mein Herz. Werde Du ab jetzt der Herr meines Lebens. Ich will an Dich glauben und Dir treu nachfolgen. Bitte heile mich und leite Du mich in allem. Lass mich durch Dich zu einem neuen Menschen werden und schenke mir Deinen tiefen göttlichen Frieden. Du hast den Tod besiegt und wenn ich an Dich glaube, sind mir alle Sünden vergeben. Dafür danke ich Dir von Herzen, Herr Jesus. Amen

Weitere Infos zu "Christ werden"

Vortrag-Tipp: Eile, rette deine Seele!

Kurzbotschaft "Lass dich versöhnen mit Gott!"

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