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Siehe, ich komme wie ein Dieb. Glückselig, der wacht und seine Kleider bewahrt, damit er nicht nackt umhergeht und man nicht seine Schande sieht!
Offenbarung 16,15
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Bewahre mich, o Freund der Seele,
durch deine Macht zur Seligkeit;
hier gibt’s noch mördervolle Höhlen,
von außen Furcht, von innen Streit,
viel tausend Mängel und Gebrechen,
die Mut und Glauben können schwächen.
Gewiß ich würde noch gefällt bei so viel
Schlingen, Netz und Stricken,
damit der Feind sucht zu berücken,
wenn mich nicht Gottes Macht erhält.
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Frage:
Wo ist die brennende Flamme für Jesus?
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Zum Nachdenken: Es ist eine gewaltige Gefahr für meinen Glauben, wenn ich mich dieser Welt gleichstelle; wenn ich mich ungeniert in dieser sündigen, heuchlerischen Welt bewege und quasi mitmache in dem Verhalten der sündigen Weltmenschen um mich herum. Oder, wenn ich aufgefressen werde von den Sorgen um irdische Dinge oder weltlichen Mitmenschen.
Der Teufel will die Liebe zu Jesus und das Vertrauen erschüttern. Die Gefahr einzuschlafen ist real und wird genährt durch die feine Verführung um mich herum. Wo ist die brennende Flamme zu Jesus? Ich will meinen Glauben nicht in der Heuchelei verlieren und ich will keine fromme Maske tragen. Ich muss Wachsamkeit üben, mich von der Welt absondern und eifrig in der Nachfolge stehen. Gott selbst möge Seine Allmacht durch den Heiligen Geist in mir wirken lassen, dass ich nicht strauchle. |
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| Herr, der du einst gekommen bistTreuelied, Melodie: Nun sich der Tag geendet hat zu Philipper 2,8-9
er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist, Philipper 2,8-9 (Luther 1912) |
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1. Herr, der du einst gekommen bist,
in Knechtsgestalt zu gehn,
des Weise nie gewesen ist,
sich selber zu erhöhn:
2. Komm, führe unsre stolz Art
in deine Demut ein;
nur wo sich Demut offenbart,
kann Gottes Gnade sein.
3. Der du noch in der letzten Nacht,
eh du für uns erblaßt,
den Deinen von der Liebe Macht
so treu gezeuget hast;
4. erinnre deine kleine Schar,
die sich sonst leicht entzweit,
daß deine letzte Sorge war
der Glieder Einigkeit.
5. Du opfertest die Jünger
noch dem Vater im Gebet;
o würden unsre Herzen doch
oft im Gebet erhöht!
6. Der du um unsre Seligkeit
mit blutgem Schweiße rangst
und tränenvoll im bangen Streit
des Todes Macht bezwangst;
7. bezwing doch unsern stolzen Sinn,
der nichts von Demut weiß
und führ ihn in die Liebe hin
zu deiner Liebe Preis.
8. Gekreuzigter, den seine Lieb
in Not und Tod geführt,
ach würd auch unsrer Liebe Trieb
treu bis zum Tod verspürt!
9. Drum leit auf deiner Leidensbahn
uns selber an der Hand,
weil dort nur mit regieren kann,
wer hier mit überwand.
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(Treuelied, Autor: Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf (1700 - 1760))
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