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Er kommt, um die Erde zu richten! Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker, wie es recht ist.
Psalm 98,9
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Lass uns eins sein, Jesu Christ,
wie du mit dem Vater bist,
in dir bleiben allezeit,
heute wie in Ewigkeit.
Erbarm Dich, Herr!
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Frage:
Wie kann ich im Gericht Gottes bestehen?
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Zum Nachdenken: Gottes Schöpfung ist wunderbar. Es ist ein besonderes Vorrecht, in Gottes Schöpfung zu leben. Alles, was ich in ihr erlebe, kommt von Gott. Das führt mich zu einer demütigen Dankbarkeit und ich darf Gott loben und preisen. Und doch muss ich erkennen, dass alles der Vergänglichkeit unterworfen ist. Die Vergänglichkeit hat ein Ziel, das Gericht Gottes. Gott wird den Erdkreis richten.
Niemand kann sich dem Gericht Gottes entziehen. Dann kommt es für jeden Menschen darauf an, welche Gerechtigkeit auf ihn angewendet wird. Die eigene Gerechtigkeit oder Gottes Gerechtigkeit, die in Jesus Christus zu finden ist. Ich klammere mich an Jesu Gerechtigkeit, denn wenn ich in das Gericht komme, schaut Gott auf Jesus, der vollkommen gerecht ist. Ich bin ein Lump und mir bleibt nichts anderes, als mich an Jesus Christus zu klammern, damit ER mich durchbringt. |
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| Es kostet viel, ein Christ zu seingeistliches Kampfeslied zu Apg. 14,22
stärkten die Seelen der Jünger und ermahnten sie, daß sie im Glauben blieben, und daß wir durch viel Trübsale müssen in das Reich Gottes gehen. Apg. 14,22 (Luther 1912) |
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1. Es kostet viel, ein Christ zu sein
und nach dem Sinn des reinen Geistes leben;
denn der Natur geht es gar sauer ein,
sich immerdar in Christi Tod zu geben;
und wenn man einen Kampf auch wohl ausficht,
das macht´s noch nicht.
2. Man muß hier stets auf Schlangen gehn,
die leicht ihr Gift in unsre Fersen bringen;
da kostet´s Müh, auf seiner Hut zu stehn,
daß nicht das Gift kann in die Seele dringen.
Wenn man´s versucht, so spürt man mit der Zeit
die Wichtigkeit.
3. Doch ist es wohl der Mühe wert,
wenn man mit Ernst die Herrlichkeit erwäget,
die ewiglich ein solcher Mensch erfährt,
der sich hier stets aufs Himmlische geleget.
Es hat wohl Müh; die Gnade aber macht,
daß man´s nicht acht.
4. Man soll ein Kind des Höchsten sein,
ein reiner Glanz, ein Licht im großen Lichte.
Wie wird der Leib so stark, so hell und rein,
so herrlich sein, so lieblich von Gesichte,
dieweil ihn da die wesentliche Pracht
so schöne macht!
5. Da wird das Kind den Vater sehn,
im Schauen wird es ihn mit Lust empfinden;
der lautre Strom wird es da ganz durchgehn
und es mit Gott zu einem Geist verbinden.
Wer weiß, was da im Geiste wird geschehn?
Wer mag´s verstehn?
6. Da gibt sich ihm die Weisheit ganz,
die es hier stets als Mutter hat gespüret;
sie krönet es mit ihrem Perlenkranz
und wird als Braut der Seele zugeführet.
Die Herrlichkeit wird da ganz offenbar,
die in ihr war.
7. Was Gott genießt, genießt es auch;
was Gott besitzt, wird ihm in Gott gegeben;
der Himmel steht bereit ihm zum Gebrauch.
Wie lieblich wird es doch mit Jesus leben!
Nichts höher wird an Kraft und Würde sein
als Gott allein.
8. Auf, auf, mein Geist, ermüde nicht,
dich durch die Macht der Finsternis zu reißen!
Was sorgest du, daß dir´s an Kraft gebricht?
Bedenke, was für Kraft uns Gott verheißen.
Wie gut wird sich´s doch nach der Arbeit ruhn!
Wie wohl wird’s tun!
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(geistliches Kampfeslied, Autor: Christian Friedrich Richter (1676 - 1711))
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