Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

christliche-gedichte.de - 28.09.2020
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Nun lasst uns Gottes Güte

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1. Nun lasst uns Gottes Güte
wohl fassen zu Gemüte,
kommt uns erwägen
des frommen Vaters Segen.

2. Eh´ wir ans Licht geboren,
hat Er uns auserkoren,
und in Sein Buch geschrieben
zum Leben und zum Lieben.

3. Da wir noch ohne Regen
uns unbewusst gelegen,
ohn´ Menschenhilf´ und Sorgen,
der Mutter selbst verborgen.

4. Da hat Er uns gegeben
die Glieder und das Leben;
dann auf der Engel Wagen
uns in die Welt getragen.

5. Er hat uns eingenommen
in die Gemein´ der Frommen,
erwählt zu Seinen Erben,
dass wir nicht ewig sterben.

6. Er gibt uns zu kennen
Sein Wort, dass wir Ihn nennen
durch Christum unsern Vater
und gnädigen Berater.

7. Für unsre Sünd´ Er giebet
Sein Kind, so hoch geliebet,
und lässt von allem Bösen
uns wiederum erlösen.

8. Dies lasset uns bedenken,
wenn uns die Sorgen kränken,
dass wer das Größte giebet,
uns auch aufs Höchste liebet.

9. Sollt Er uns was versagen,
wenn wir Ihm gläubig klagen,
was wir an kleinern Gaben
zum Leben nötig haben.

10. Die Vögel in den Lüften,
die Herden auf den Triften,
die Blümelein an den Wegen
uns müssten widerlegen.

11. Er, der sie alle heget
und ihrer pfleget,
sollt´ einen Himmelserben
versäumen und verderben.

12. O Vater, so beschere
zu Deinem Lob und Ehre,
dass wir Dir recht vertrauen
und gänzlich auf Dich bauen.

13. Wenn wir Dich selber haben,
so werden uns die Gaben,
die wir zu diesem Leben,
bedürfen auch gegeben.


(Lied, Autor: Johann Michael Dilherr (1604 - 1669)