Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

christliche-gedichte.de - 24.10.2020
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Mein Gott, Du bist und bleibst mein Gott

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1. Mein Gott, Du bist und bleibst mein Gott,
das macht mir tausend Freuden.
Es kann mich weder Not noch Tod
von Deiner Liebe scheiden.
Denn hab´ ich Dich, so werden mich
die Flammen nicht ergreifen,
die Fluten nicht ersäufen.

2. Du bist mein Gott von Jugend auf
in Freud´ und Leid gewesen.
Es war mein ganzer Lebenslauf
zum Segen auserlesen.
Wie manche Not, die mir gedroht,
hat Deine Hand gewendet
und Hilfe mir gesendet.

3. Du bist mein Gott, und bis hierher
willst Du noch immer walten.
Da meiner längst vergessen wär´,
hast Du mich doch erhalten,
gespeist, getränkt und sonst beschenkt
mit vielen Gnadengaben,
die Leib und Seele laben.

4. Du bist mein Gott auch noch jetzt und
kein Augenblick verschwindet,
der nicht zugleich mir Herz und Mund
zu neuem Dank verbindet.
Und seh´ ich an, was Du getan
auf allen meinen Wegen,
so ist es lauter Segen.

5. Du bist mein Gott auch künftig hin,
darauf vertrau ich feste;
Du änderst nie den treuen Sinn,
und sorgst für mich aufs Beste.
In Lieb´ und Leid bist Du bereit,
mir Rat und Tat zu geben,
so lang ich werde leben.

6. Du bist mein Gott, kein Kreuze kann
mir diesen Trost benehmen,
und geh ich gleich auf rauer Bahn,
will ich mich doch nicht grämen.
Der Weg zu Dir ist dornig hier,
und führt mich doch zum Ziele,
wenn ich auch Schmerzen fühle.

7. Du bist mein Gott, auch wenn der Tod
mir alles andre raubet.
Stirbt gleich der Leib, es hat nicht Not,
wer nur an Jesum glaubet,
der findet dort des Lebens Port,
wo uns ein bess´res Leben
im Himmel wird gegeben.

8. Du bist mein Gott, drum freu ich mich,
ich werde zu Dir kommen,
so bald nach meinem Sterben ich
der letzten Angst entnommen;
es ist mir schon vor Deinem Thron
das Erbteil zugewendet,
das nie verblüht noch endet.

9. So bist und bleibest Du mein Gott;
dran hab ich keinen Zweifel.
Ich sag´ es aller Welt zum Spott,
und auch zum Trotz dem Teufel:
Mein Gott ist mein, und ich bin sein!
Nichts soll mir diesen Glauben
aus meinem Herzen rauben.


(Lied, Autor: Benjamin Schmolck (1672 - 1737))