Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

christliche-gedichte.de - 24.09.2020
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Gelobet sei Israels Gott

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Gelobet sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und alles Volk sagte Amen! und: Lobe den HERRN!

1. Chr. 16,36 (Luther 1912)


1. Gelobet sei Israels Gott, der Herr,
der sein Volk in der Not,
und da es gänzlich war versucht,
mit großen Gnaden hat besucht.

2. Er hat uns seinen Sohn gesandt.
Der allen Zorn ganz abgewandt
und uns erlöset kräftiglich,
des kann Israel freuen sich.

3. Da mit uns schon war alles aus,
in seines Dieners Davids Haus
hat er ein Horn der Seligkeit gesetzt
zum Trost der Christenheit,

4. als uns vor Zeiten machte kund
der heiligen Propheten Mund;
dadurch er uns hat angemeldt,
er woll uns retten als ein Held.

5. Der Feinde Trutz, des Hassers Hand,
ob sie vor Zorn gleich sind entbrannt,
woll er zerbrechen als der Mann,
der Tod und Teufel zwingen kann.

6. Hierzu hat ihn sein Herz bewegt,
das sich mit Gnad und Güte trägt;
er hat an seinen Bund gedacht,
vorlängst mit Abraham gemacht.

7. Wie auch an dieses, was er hat
geschworen ihm an Eides Statt,
zu geben denen, die da sind
von ihm gezeugt, auch Kindes Kind,

8. auf dass, wenn mir erlöset sein
vom Teufel, Tod und Höllenpein,
ihm dienete sein Leben lang
ein jeder ohne Furcht und Zwang,

9. Gerecht und heilig in der Welt
nach solcher Art, die ihm gefällt,
nicht, wie es Menschen Witz erdenkt,
damit man sich vergebens kränkt.

10. Du Kindlein, du wirst ein Prophet
des Höchsten heißen, der da geht
vor seinem Herren stets voran
und macht ihm richtig seine Bahn.

11. Du wirst verkündigen das Heil,
an dem der Mensch soll haben teil,
dem seine Sünd und Missetat
der fromme Gott vergeben hat.

12. Aus herzlicher Barmherzigkeit,
kraft deren uns in unserm Leid
der Aufgang aus der Höh besucht.
Das ist der Liebe Gab und Frucht.

13. Auf dass, die er im Finstern findt,
und die ins Todes Schatten sind,
des Lichtes Kinder können sein
durch seinen hellen Glanz und Schein.

14. Dass ihre Füße richtig stehn
und auf dem Weg des Friedens gehn,
ja endlich allesamt zugleich
mit Freuden gehen ins Himmelreich.


(Lied, Autor: Johann Heermann (1585-1647))