Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

christliche-gedichte.de - 24.09.2020
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Was kein Auge je geseh´n

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Sondern wie geschrieben steht: "Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben."

1. Kor. 2,9 (Luther 1912)


1. Was kein Auge je geseh´n,
was noch nie ein Ohr vernommen,
was im Traume nie so schön,
in ein Menschenherz gekommen:
Das hält Gott für die bereit,
die sich liebend Ihm geweiht.

2. Morgenland im ew´gen Licht,
Palmen in dem Morgenlande,
Au´n vor Gottes Angesicht,
Brüder in dem Siegsgewande -
Ihr, dem Blicke selbst zu fern,
seid mein Erbteil dann im Herrn!

3. Welch ein Danken, wo den Herrn
die Erlösten jauchzend finden!
Wo sie mit dem Morgenstern,
mit dem Seraph sich verbinden,
Gott zu loben!
Heil mir dann,
daß ich Ihn mitpreisen kann!

4. Tief im Herzen wunderbar
fühlt´ ich oft des Geistes Wehen,
und Gestalten nahm ich wahr,
ahnen wie aus Gottes Höhen -
doch was nie mein Sehnen sah,
steht dann sichtbar vor mir da!

5. Wallen seh´ ich wie ein Meer
nahe, tiefe Seligkeiten,
wandern hör´ ich Gottes Heer
lobend durch die Ewigkeiten –
ew´gen Lebens Tagesschein
zieht in meinem Herzen ein.


(Lied, Autor: Joh. Peter Lange (1802 - 1884))