Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

christliche-gedichte.de - 28.09.2020
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Nun legen wir den Leib ins Grab

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Denn dies Verwesliche muß anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muß anziehen die Unsterblichkeit.

1. Kor. 15,53 (Luther 1912)


1. Nun leben wir den Leib ins Grab
und zweifeln nicht: Durch Gottes Gab
wird, was wir hier verweslich sä´n,
einst unverweslich auferstehn.

2. Was Erde ist und von der Erd
und sich zur Erde wiedrum kehrt,
wird aus der Erde auferstehn,
wenn der Posaune Schall wird gehen.

3. Sein Seel lebt ewiglich in Gott,
der sie aus Gnad von Not und Tod,
von aller Sünd und Missetat
durch seinen Sohn erlöset hat.

4. Sein Jammer, Trübsal und Elend
ist kommen an ein sel´ges End;
er hat getragen Christi Joch;
und starb er gleich, so lebt er doch.

5. Hier war er krank in Angst und Not;
dort wird er leuchten frei vom Tod
in lauter Wonn und lauter Freud
hell wie die Sonne allezeit.

6. Wir lassen ihn im Grabe ruhn
und gehen unsre Straßen nun
und fügen uns des Herrn Gebot:
Uns kommt in gleicher Weis der Tod.

7. Das helf uns Christus, unser Trost,
der uns durch sein Blut hat erlöst
von Satans Macht und ewiger Pein.
Ihm sei Lob, Preis und Ehr allein.


(Lied, Autor: Michael Weiße (1488 - 1534))