Gemeinde

christliche Gedichte und Lieder

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 01.06.2023

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Achtung: Eheliche Verbindungen mit Ungläubigen kann einem zum Abfall bewegen!

Und es wurden gefunden unter den Priestern, die fremde Frauen genommen hatten: bei den Söhnen Jeschuas, des Sohnes Jozadaks, und seinen Brüdern: Maaseja, Eliëser, Jarib und Gedalja, und sie gaben die Hand darauf, dass sie ihre Frauen fortschicken wollten. Und ihr Schuldopfer war ein Widder für ihre Schuld; … Diese alle hatten fremde Frauen genommen; und nun entließen sie Frauen und Kinder.

Esra 10,18-19+44

Lasst uns bei Partnerwahl und engem Freundeskreis bedenken,
auf deren Einfluss, wie sie unsere Gedanken lenken!
Drum lasst uns nur solche mit tiefer Gottesfurcht erwählen
und nur solchen die allerengste Beziehung schenken!

Frage: Ist Gott grausam, dass Er das Fortschicken von Frauen und Kindern fordert?

Zum Bedenken: Nichts beeinflusst uns so sehr wie unser heimisches Umfeld! Eine Warnung sollte uns Salomo sein, welcher trotz seiner großen göttlichen Weisheit (1. Könige 5,9) durch seine vielen heidnischen Frauen zur Abgötterei verführt wurde (1. Könige 11) und damit als König einen regelrechten Fluch auf eine ganze Nation brachte. Auch im heutigen Vers geht es um Leiter, welche Einfluss auf die geistliche Ausrichtung des Volks haben und daher unbedingt den biblischen Weg gehen müssen! Vor allem war eine Eheschließung mit `Einwohnern des Landes` (weltlich gesinnte Menschen) nach 2.Mose 34,12-15 verboten. Lasst uns daher bei der Partnerwahl an 2. Kor. 6,14 denken `Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen!` und nur gleichfalls wiedergeborene Christen heiraten!

Gemeinde / Gemeinschaft der Heiligen

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Inhalt

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(Mit obiger Navigationsleiste kann innerhalb des Gemeinschafts-Menüs geblättert werden oder eine Blockanzeige aufgerufen werden)


- Blockanzeige 21 bis 40 -


Heut singt die liebe Christenheit


1. Heut singt die liebe Christenheit
Gott Lob und Preis in Ewigkeit
und dankt ihm für sein Güte,
daß er der lieben Engel Schar
erschaffen hat, die immerdar
unser pflegen und hüten.

2. Sie glänzen wie der Sonnen Schein,
hell wie ein Feuerflamm sie sein
und ganz himmlische Geister
und sein die schönste Kreatur,
heilig von Art und von Natur,
Christ ist ihr Schöpfer und Meister.

3. Sie sehen stets Gottes Angesicht,
spiegeln sich in dem klaren Licht
göttlicher Majestäte.
Dem singen sie Lob, Preis und Ehr:
"Heilig, heilig ist Gott der Herr",
wie anzeigt der Prophete.

4. Michael führt der Engel Schar´,
ein hoher Fürst ist er fürwahr;
unter seim Fähnlein schweben
all Engel, streiten Tag und Nacht
wider des Teufels List und Macht
und seim Mord widerstreben.

5. Der alte Drach der feiert nicht,
all Augenblick tracht´ er und dicht´,
wie er uns mög obsiegen, an Leib und Seel,
Ehr, Gut und Hab beschädigen
und brechen ab mit seinem Mord und Lügen.

6. Gar oft erregt er Ketzerei,
Aufruhr, Mord, Krieg und Tyrannei,
Gottes Ordnung er zerrüttet.
Die Mächte er zusammenhetzt,
all Bündnis trennt er und verletzt,
sein´ Zorn er gar ausschüttet.

7. Wo ihm nicht wehrt´ der Engel Schar,
unser Leib, Seel, Blut, Haut und Haar
kein Stund blieb unverletzt.
Mit Feuer und Wasser, Wind und Schnee
uns alle er verderbete,
so hart er uns zusetzet.

8. Des danken wir dir, Herr Jesu Christ,
daß du uns solche Wächter gibst,
die uns halten in Hute,
daß uns der Feind nicht übereil
und in uns schieß sein giftig´ Pfeil.
Bewahr uns durch dein Blute.

(Autor: Nikolaus Herman (1480 - 1561))



Hier sinkt, o Lamm, zu Deinen Füßen

zu Off. 5,12


1. Hier sinkt, o Lamm, zu Deinen Füßen
die Kreuzgemeinde schamrot hin;
Sie lasset Liebestränen fließen
und dankt Dir mit zerschmolz'nem Sinn
für die Beweise Deiner Gnade,
für alle Proben Deiner Treu
auf dem für sie bestimmten Pfade –
und weiß wohl, was Erbarmen sei.

2. Dank für die selige Minute,
da uns Dein Blut das Herz zerschmolz!
Wir lagen da in unserm Blute,
noch toter als ein dürres Holz:
Wir war'n dem Tode untertänig,
der Sünde schrecklich zugetan;
Da kamst Du, unser Gnadenkönig
uns zu befrei'n von allem Bann.

3. Wer nun mit offnen Augen siehet,
dem fällt sogleich als Wahrheit ein:
Daß die Gemeind' noch steht und blühet,
das muß von dem Allmächt'gen sein!
Dem Lamm gebühret alle Ehre,
man betet es mit Tränen an;
Es singen die Gemeindechöre:
Der Herr hat viel an uns getan.

4. Wer das Gebäu' sich recht beschauet,
der sieht ein prächtig Meisterstück
und wirft auf Den, der es gebauet,
den ehrfurchtsvollsten Liebesblick!
Das Auge sieht der Teile Schöne,
das Ohr hört schallen himmelwärts
ein Freudenlied, ein Lobgetöne,
und tief ergriffen dankt das Herz!

(Autor: Levin Joh. Schlicht (1681-1723))



Hirte oder Metzger


Drei Gemeindeleiter, schriftbezogen,
waren nach Israel geflogen
um zum biblischen Verstehen
sich heil'ge Stätten anzusehen.

Sie führt mit großem Sachverstand
ein Reiseleiter durch das Land.
Der weiß auch zu berichten
um Jesus viel Geschichten:

"Er geht stets auf der Erde
als Hirte vor der Herde,
gibt dieser das Geleite
und führt zu grüner Weide.

Nie ist der Hirte hinten
am Herdenschluss zu finden.
Denn würde er dort bleiben,
dann müsste er ja treiben.

So öffnet eure Ohren
ihr Hirten und Pastoren,
denn es treiben Dieb und Schlächter
doch niemals Hirt und Wächter!"

Gemeindeleiter, schriftbezogen,
waren nach Israel geflogen.
Sie lernten dort voran zu schreiten,
statt von hinten fehlzuleiten.

(Autor: Martin Volpert)

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Ich glaube, dass die Heiligen


1. Ich glaube, dass die Heiligen
im Geist Gemeinschaft haben,
weil sie in einer Gnade stehn
und eines Geistes Gaben.
So viele Christus nennet sein,
die haben alles Gut gemein
und alle Himmelsschätze.

2. Denn in der neuen Kreatur
ist keiner klein noch größer;
wir haben einen Christus nur,
den einigen Erlöser.
Das Licht, das Heil, der Morgenstern,
Wort, Tauf und Nachtmahl unsres Herrn
ist allen gleich geschenket.

3. Wir haben alle überdies
Gemeinschaft an dem Leiden,
am Kreuz, an der Bekümmernis,
an Spott und Traurigkeiten;
wir tragen, doch nicht ohne Ruhm,
allzeit das Sterben Jesu um
an dem geplagten Leibe.

4. So trägt ein Glied des andern Last
um seines Hauptes willen;
denn wer der andern Lasten fasst,
lernt das Gesetz erfüllen,
worin uns Christus vorangeht.
Dies königlich Gebot besteht
in einem Worte: Liebe.

5. Ich will mich der Gemeinschaft nicht
der Heiligen entziehen;
wenn meinen Nächsten Not anficht,
so will ich ihn nicht fliehen.
Hab ich Gemeinschaft an dem Leid,
so lass mich an der Herrlichkeit
auch einst Gemeinschaft haben.

(Autor: Philipp Friedrich Hiller (1699 - 1769))



Ich lobe dich von ganzer Seelen


1. Ich lobe dich von ganzer Seelen,
dass du auf diesem Erdenkreis
dir wollen eine Kirch erwählen
zu deines Namens Lob und Preis,
darinnen sich viel Menschen finden
in einer heiligen Gemein,
die da von allen ihren Sünden
durch Christi Blut gewaschen sein.

2. Du rufest auch noch heutzutage,
dass jedermann erscheinen soll;
man höret immer deine Klage,
dass nicht dein Haus will werden voll.
Deswegen schickst du auf die Straßen,
zu laden alle, die man find’t;
du willst auch die berufen lassen,
die blind und lahm und elend sind.

3. Du, Gott, hast dir aus vielen Zungen
der Völker eine Kirch gemacht,
darin dein Lob dir wird gesungen
in einer wunderschönen Pracht,
die sämtlich unter Christus stehen
als ihrem königlichen Haupt
und in Gemeinschaft dies begehen,
was jeder Christ von Herzen glaubt.

4. Wir wolln uns nicht auf Werke gründen,
weil doch kein Mensch vor Gott gerecht;
und will sich etwas Gutes finden,
so sind wir dennoch böse Knecht.
Mit Glauben müssen wir empfangen,
was Christi Leiden uns bereit’;
im Glauben müssen wir erlangen
der Seelen Heil und Seligkeit.

5. Erhalt uns, Herr, im rechten Glauben
noch fernerhin bis an das End;
ach lass uns nicht die Schätze rauben:
dein heilig Wort und Sakrament.
Erfüll die Herzen deiner Christen
mit Gnade, Segen, Fried und Freud,
durch Liebesfeu'r sie auszurüsten
zur ungefärbten Einigkeit.

(Autor: Friedrich Konrad Hiller (1651 - 1726))



Im Hause Gottes


Im Hause Gottes wohnen viele Leute,
manche schon lange, manche erst seit heute.
Sie sind ein Herz und eine Seele,
helfen einander, dass keinem was fehle.

Und doch sind sie verschieden und ihre Gaben sind verteilt.
Der eine hilfreich und mit Segen bei den Kranken weilt,
ein anderer predigt mit Vollmacht, geführt von Gottes Geist,
ein weiterer in klarer Lehre dem Haus die Richtung weist.

So tut ein jeder was zum Reiche Gottes dienlich ist
und folgt so dem Beispiel Jesu Christ.

Und doch mag es manchmal Zeiten geben
im auf und ab des im Hause Leben,
dass die Bewohner nicht immer einer Meinung sind,
es wird geprüft, gesucht bis man die richtige Antwort find.

Doch das geschieht ohn Ärger und Geschrei,
denn Gottes Friede ist ja stets dabei.
So findet man, was gut für alle,
sodass keiner aus dem Hause falle.

(Autor: Johannes Kandel)

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Im Namen des Herrn Jesu Christ


1. Im Namen des Herrn Jesu Christ,
der unser Haupt und Meister ist,
nimmt seines Volkes frohe Schar
Euch auf, die Gottes Geist gebar!

2. Er geb´ euch seinen Friedenskuß
zu seines ganzen Heils Genuß,
der euch ein Siegel seiner Treu´
und unserer Gemeinschaft sei.

3. Wir reichen euch dazu die Hand!
Der Herr, dem euer Herz bekannt,
lass´ euren Gang in der Gemein´
euch Seligkeit, Ihm Freude sein!

4. Der Gott des Friedens heil´ge euch
zu Jesu Ruhm mit uns zugleich,
damit Ihm Geist und Seel´ und Leib
auf seinen Tag unsträflich bleib´!

(Autor: Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf (1700 - 1760))



In des Jordans kühle Wellen

zu Matth. 3,13


1. In des Jordans kühle Wellen
stieg der Heiland einst hinab;
Sehet, wie sie um Ihn schwellen,
Ihn bedeckend als ein Grab!
Seht hier seine heiße Lieb´
zu den Sündern, die Ihn trieb,
daß Er sank in Todesnöten,
uns vom ew´gen Tod zu retten!

2. Aus des Jordans Fluten wieder
auf zum Licht Er sich erhebt,
und vom Vater segnend nieder
geistes Fittich Ihn umschwebt.
Mit dem Herrn auch wir ersteh´n
und ins neue Leben geh´n –
Tot der Schuld und frei von Banden,
mitgestorben, miterstanden!

3. Drum wohlan, ihr Gotteskinder,
hat Er euch befreit vom Fluch?
Liebt ihr euren Überwinder?
Fühlt ihr seines Geistes Zug?
O, so traget seine Schmach!
Folgt Ihm in die Fluten nach!
Wo das Haupt vorangegangen,
darf´s den Gliedern nimmer bangen.

(Autor: August Rauschenbusch (1816 – 1899))



Jesu, Seelenfreund der Deinen

zu Joh. 15,15


1. Jesu, Seelenfreund der Deinen,
Sonne aller Herrlichkeit,
wandelnd unter den Gemeinen,
die zu deinem Dienst bereit:
Komm zu uns, wir sind beisammen;
gieße deine Geistesflammen,
gieße Licht und Leben aus
über dies dein Gotteshaus.

2. Komm, belebe alle Glieder,
du der Kirche heilig Haupt;
treibe aus, was dir zuwider,
was uns deinen Segen raubt.
Komm, entdeck uns in der Klarheit
Gottes Herz voll Gnad und Wahrheit;
lass uns fühlen allzugleich:
„Ich bin mitten unter euch.“

3. Lass sich die Gemüter kehren
zur dir, Glanz der Ewigkeit;
lass uns alle nur begehren
dich und deine Herrlichkeit.
Lass dein Licht und Leben fließen
und in alle sich ergießen;
stärke deinen Gnadenbund,
Herr, in jedes Herzens Grund.

4. Komm, o Herr, in jede Seele;
lass sie deine Wohnung sein,
dass dir einst nicht eine fehle
in der Gotteskinder Reihn.
Lass uns deines Geistes Gaben
reichlich miteinander haben;
offenbare heiliglich,
Haupt, in allen Gliedern dich.

5. Was von dir uns zugeflossen,
müsse Geist und Leben sein;
was die Seele hat genossen,
mache sie gerecht und rein.
Komm, o Jesu, uns zu segnen,
jedem gnädig zu begegnen,
dass in ewger Lieb und Treu
jedes dir verbunden sei.

(Autor: Johann Michael Hahn (1758 - 1819))



Kommt ins Reich der Liebe


1. Kommt ins Reich der Liebe,
o ihr Gotteskinder,
ihr im Blut gewaschnen Sünder!
Lernt von eurem Lamme
eure Brüder lieben
und euch recht darinnen üben.
Folgt dem Herrn,
traget gern,
was nach Jesu fraget,
wenn´s auch fällt und klaget.

2. Sünde zu vergeben
und auch zu vergessen,
das hat keiner so besessen
als der Freund der Sünder,
der mit eignem Blute
seinen Feinden selbst zugute
alle Schuld
- O der Huld! -
Ewiglich begraben,
völlig aufgehoben.

3. Wirft der Feind der Seelen
zwischen eure Herzen
Streit, Verdacht und Haderschmerzen,
o, so seid nicht stille!
Wartet nicht solange
bis zum Sonnenuntergange,
tötet bald
die Gewalt
aller Zwistigkeiten,
die den Fall bereiten!

4. Bleibt nicht so beständig
auf dem eignen Rechte,
werdet gern der andern Knechte!
Denn die süße Liebe
deckt der Sünden Menge,
duldet ohne Maß und Länge.
Liebt euch wahr
immerdar,
nährt das Liebesfeuer
alle Tage treuer!

5. Abba, lieber Vater,
Sohn und Geist der Gnaden
heile allen unsern Schaden!
Falschheit, Schein und Tücke,
Stolz und Eigenliebe
kreuzige durch Deine Triebe!
Satan muß
untern Fuß,
wenn wir Dich nur kennen
und in Liebe brennen.

(Autor: Ernst Gottlieb Woltersdorf (1725 - 1761))



Laßt uns nun mit Jesu ziehen


Laßt uns nun mit Jesu ziehen
durch das dunkle Tal der Zeit!
In des Lebens Kampf und Mühen
strahlt der Stern der Ewigkeit.
Laßt uns hier im Glauben wandeln,
Jesu Lieb in unsrer Brust!
Es sei unsre höchste Lust,
Gott zu fürchten, recht zu handeln.
Dazu hilf uns, gib uns Kraft,
Herr, auf unsrer Pilgerschaft.

(Autor: Joh. Christ. Herm. Gittermann (1768 - 1834)



Lebendige Gemeinschaft

zu Epheser 2,11-22



Du hast uns Herr, in diese Welt gestellt,
damit wir leben wie es Dir gefällt,
dass tapfer wir durchs Leben gehen
und stets auf Deine Worte sehen.

Wir müssen uns allein nicht plagen,
das lässt der Epheser uns sagen.
Einen neuen Bund hast Du gegeben,
Gemeinschaft ist’s mit der wir leben!

Schwestern und Brüder steh´n uns zur Seite,
kraftvoll Gemeinde uns begleite.
Wir sollen nehmen und auch geben,
gemeinsam in die Zukunft streben!

Wir danken Dir für diese Gabe,
für diese wahrhaft heilig Habe,
bewahre Deine kleine Herde
ganz treulich bis ans End der Erde!

(Autor: Johannes Kandel)

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Lob Gott getrost mit Singen

zu Psalm 105,2


1. Lob Gott getrost mit Singen,
frohlock, du christlich Schar!
Dir soll es nicht misslingen,
Gott hilft dir immerdar.
Ob du gleich hier musst tragen
viel Widerwärtigkeit,
noch sollst du nicht verzagen;
er hilft aus allem Leid.

2. Dich hat er sich erkoren,
durch sein Wort auferbaut,
mit seinem Eid geschworen,
weil du ihm bist vertraut,
dass er sich lässet finden
in aller Angst und Not;
er wird auch überwinden,
die dich noch schmähn mit Spott.

3. Kann und mag auch verlassen
ein Mutter je ihr Kind
und also gar verstoßen,
dass es kein Gnad mehr findt?
Und ob sich's möcht begeben,
dass sie so sehr abfiel:
Gott schwört bei seinem Leben,
er dich nicht lassen will.

4. Darum lass dich nicht schrecken,
o du christgläubge Schar!
Gott wird dir Hilf erwecken
und dein selbst nehmen wahr.
Hat er dich doch gezeichnet,
gegraben in sein Händ:
dein Nam stets vor ihm leuchtet,
dass er dir Hilfe send.

5. Gott solln wir fröhlich loben,
der sich aus großer Gnad
durch seine guten Gaben
uns kundgegeben hat.
Er wird uns auch erhalten
in Lieb und Einigkeit
und unser freundlich walten
hier und in Ewigkeit.

(Autor: Böhmische Brüder (1544))



Lobsinge, getaufte Gemeinde des Herrn


1. Lobsinge, getaufte Gemeinde des Herrn,
Ihr Gläubigen alle von nahe und fern!
Es eint uns mit Christo ein heiliger Bund,
hat Gottes Verheißung zum ewigen Grund!

2. Wir zeugen, gerettet von Sünde und Not,
von Jesu Erlösung durch Marter und Tod;
Ja, mit Ihm begraben dem weltlichen Lauf,
stehn neu wir mit Jesu zum himmlischen auf.

3. O, steige hernieder, Gott Heiliger Geist,
der uns zu dem Sohne, dem Ewigen, weist!
Entzieh Deiner Gegenwart freundliches Licht,
das Zeugnis der Gnade, o Vater, uns nicht!

4. Lobsinge, erlöste, getaufte Gemein´!
Dring vorwärts zum Lichte, ins Leben dring ein,
zum Land der Verheißung, zur seligen Ruh´,
dring vorwärts, dein Heiland winkt freundlich dir zu!

(Autor: Sigmund Kupfer (1803 – 1862))



Mit Ehrfurcht schaut der Blick dich an

zu Lukas 13,18-19


1. Mit Ehrfurcht schaut der Blick dich an,
o Baum, von Gott bereitet,
der über seinen Erdenplan
die Äste weit verbreitet.
Du stehst, Gemeinde! dauerhaft
als Zeugin seiner Wunderkraft,
wo Reich um Reiche stürzten.

2. Was wärest du? Was bist du jetzt?
Ein Kernlein, in der Stille
dem Herrn gepflanzet und benetzt
mit seiner Segen Fülle.
Und in des Baumes Schatten ruhn
viel Tausend Auserwählte nun
und singen Dankgesänge.

3. So steh' im Glauben fest und kühn!
Der Herr läßt dir's gelingen.
Er ließ dich wurzeln, grünen, blühn'
und reife Früchte bringen.
Durch seinen Segen überstand
dein Wachstum schon der Sonne Brand,
der Stürme wildes Toben.

4. O, daß kein Wetter und kein Sturm
des Herrn Gewächs verderbe!
Daß seine Kraft durch keinen Wurm,
noch Frost und Brand ersterbe!
Und welkt ein Zweig – o Herr, verleih,
daß unser dann die Schuld nicht sei
und schon ein bess'rer grüne!

(Autor: Karl Bernhard Garve (1763 - 1841))



O Herr, versammelt sind wir hier

zu Apg. 16,14


1. O Herr, versammelt sind wir hier,
wie Kinder um ein Licht,
zu hören, was Dein Wort von Dir
zu unsern Herzen spricht.

2. Nun gib uns wie der Lydia
ein offnes Herz und Ohr!
Und sei Du bei uns selber da,
dring durchs verschloss´ne Tor!

3. Wir wollen hören, rede Du
durch Deines Mundes Laut.
Du schließest dem Dein Wort nicht zu,
der gerne sich erbaut.

4. Ach, bleib bei uns, Herr Jesu Christ,
in dieser Abendzeit
und bis es heit´rer Morgen ist
in sel´ger Ewigkeit!

(Autor: Chr. Heinr. Zeller (1779 – 1860))



O ihr Friedenskinder, laßt euch bitten

zu Joh. 15,12


1. O ihr Friedenskinder, laßt euch bitten:
Habt einander herzlich lieb!
Dann geht´s freundlich zu in unsern Hütten,
denn die Liebe ist der Trieb!
Ja, wenn wir in diesen Gnadentagen
eins dem andern nichts entgegentragen
als ein Herz von Liebe voll,
dann tut jedes, was es soll.

2. Wer gering und niedrig von sich denket,
dem fällt´s Lieben niemals schwer.
Wer dem andern gern den Vorzug schenket,
dessen Herz liebt immer mehr.
Ach, es ist zu wahren Freundschaftstrieben
und zu dem geschwisterlichen Lieben
nichts so nötig jederzeit
als die Herzensniedrigkeit.

(Autor: Brüdergemeine, 1806)



O weihe, weihe, weihe heut


1. O weihe, weihe, weihe heut',
Volk Gottes, dieses Haus
dem Herrn, der aus Barmherzigkeit
dich freundlich führte aus —
aus deiner Sünde Sklaverei,
so dass du nun kannst froh und frei
verkünden Seines Namens Ruhm
als Sein erlöstes Eigentum,
o, gib dich Ihm
aufs neu' von Herzen hin!

2. O liebe, liebe, liebe heut'
den treuen Bundesgott,
der dir stets hilft zur rechten Zeit
aus aller deiner Not;
der jetzt auch Herzen hat gelenkt
und, was dir nötig war, geschenkt,
zu bauen dieses Gotteshaus,
zu gehen fröhlich ein und aus.
O, lieb' aufs neu'
den, der dich liebt so treu!

3. O lobe, lobe, lobe heut'
den Heiland, deinen Hort!
Sein Lob erschalle allezeit
an diesem heil´gen Ort!
Hier sei ein Denkmal Seiner Treu',
die jeden Tag sich zeigt aufs neu';
Hier walte mächtig fort und fort
Sein heiliges und teures Wort!
Hier rühmen wir
Jehovah für und für!

(Autor: Julius Karl Haselhuhn, 1829-1893)



O, welche fromme, schöne Sitte


1. O, welche fromme, schöne Sitte
ist es zu reden, Herr, von Dir!
Da bist Du selbst in unsrer Mitte,
bist unter uns, das fühlen wir!
Es ist dann ganz ein andres Wesen,
wir sind so brüderlich gesinnt.
Und können‘s uns im Auge lesen,
mit wem wir hier beisammen sind.

2. Wie weit entflieht der Selbstsucht Fehde,
wie weicht zurück der eitle Scherz!
In freier, offner Freundesrede
schließt sich dem Herzen auf das Herz.
Wir haben viel uns mitzuteilen,
und haben viel uns zu gesteh‘n,
und möchten länger so verweilen,
uns öfter so beisammen seh‘n.

3. Wir fangen immerdar aufs neue
die liebliche Erzählung an.
Wir reden von des Herren Treue
und dem, was Er an uns getan!
Wie Er zuerst das Herz gerühret
durch Freude oder Ungemach,
und uns mit soviel Huld geführet
seitdem und bis auf diesen Tag.

4. Man fühlt sich aller Not enthoben,
in einen höhern Kreis entrückt;
Man ahnt die Wonne, die uns droben
in seinem Umgang einst entzückt!
Man ist einmal so ganz ein andrer,
neu aufgelebt und angefacht,
ein eingekehrter froher Wandrer,
dem alles hold entgegenlacht.

5. O segne, Herr, denn unsre Hütte
recht oft durch Deine Gegenwart!
Sei immerdar in unsrer Mitte,
sind wir vereint in solcher Art.
Ernähre unsrer Andacht Flammen;
In Deinem heil‘gen Namen führ
uns oft in dieser Zeit zusammen,
bis wir versammelt sind bei Dir!

(Autor: Karl Johann Philipp Spitta (1801 - 1859))



Pastoren


Sie sind von Gott für uns bestellt,
sollen uns leiten in der Welt,
„Hirten“ sein im besten Sinn,
Begleiter durch das Leben hin.

Das ist ein schweres Amt, fürwahr
zu predigen das Wort ganz klar!
Den Menschen Trost und Hoffnung geben,
Gemeindeaufbau anzustreben.

Der Pastor kann nur selten ruhn‘,
verantworten muss er sein Tun!
Einst wird der Herr ihn ernstlich fragen:
„Hast Du Gemeinde auch getragen?“

Das fängt schon bei der Predigt an,
da zeigt sich, was der Pastor kann.
Verkündet er das Gottes Wort?
Oder schweift er von ihm fort?

Ist seine Predigt Wissenschaft?
Gibt er durch Politik uns Kraft?
Will er Gemeinde einseitig führen?
Parteipolitisch manipulieren?

Die Seelsorge darf er nicht missen,
bei uns ganz nah‘ wollen wir ihn wissen,
spendet er Trost betrübten Seelen?
Dass sie sich Tag für Tag nicht quälen?

Besucht er Menschen in ihrer Not?
Betet mit ihnen zu unserem Gott?
Oder lässt er sie links liegen?
Dass sie im Elend bald erliegen?

Liegt ihm auch leiblich Wohl am Herzen?
Diakonie kann lindern Schmerzen!
So wichtig ist auch manches Raten,
es zählen in der Welt nur Taten!

Will Gemeinde Erfolge schreiben,
müssen die drei ganz wichtig bleiben.
Hier hat der Pastor seine Chance,
hält Leib und Geist stets in Balance.

Vor Gottes Angesicht sollen wir treten
und für unsern Pastor beten,
dass er das Amt schon recht verwaltet,
sodass die Liebe nie erkaltet!

Wir danken dem Herrn für die Pastoren,
die Du zu Deinem Dienst erkoren!
Führ sie, führ uns an Deiner Hand
getreulich bis ins Vaterland!

(Autor: Johannes Kandel)

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Was war der "Stern von Bethlehem"?

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Was bedeutet das Fisch-Symbol auf manchen Autos?

Mit welchem Kurzgebet ist ewiges Leben im Himmel erlangbar?

Was bedeutet „in Jesus Namen" bitten?

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Welche Gebetsinhalte, Gebetsformen und Gebetshaltungen kennt die Bibel? Gibt es Voraussetzungen für erhörliches Gebet - und kenne wir Erfahrungsberichte?

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Wer kennt heute noch den Namen "George Whitefield" (1714-1770)? Dabei schenkte Gott die wohl größten Erweckungen in der englischsprachigen Welt unter seiner Verkündigung!
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