Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

christliche-gedichte.de - 29.01.2020
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Ich bin ein armes Sündenkind

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1. Ich bin ein armes Sündenkind,
bös von Natur und geistlich blind,
verderbt an allen Enden;
die Bürd´ schwer, die Last ist groß,
ich aber trost- und tugendlos;
wohin soll ich mich wenden?

2. Wer rettet mich aus dieser Not?
Wer nimmt hinweg den Seelentod,
der stets mich will ersticken?
Kein Mensch, kein Engel; nur allein
mein Jesus muss der Helfer sein,
und mir das Herz erquicken.

3. Mein großer Jesus nur weiß Rat,
denn Er trug meine Missetat,
und deren Straf´ und Schmerzen;
mein Jesus ist das Opferlamm,
das meine Sünden auf sich nahm,
und liebet mich von Herzen.

4. Getrost, mein Geist, wohlauf mein Sinn!
Ich weiß, wo ich soll fliehen hin:
Zu Jesu will ich treten;
wer zu Ihm kommt, den stößt er nicht
mit Zorn von Seinem Angesicht;
Er will uns gern erretten.

5. Er ruft auch denen, die Er find´t,
dass sie befleckt und elend sind,
Er sucht nicht nur die Frommen;
nein, o mein Herz, Dein Jesus Christ
macht selig was verloren ist;
darum ist er gekommen.

6. Dein Heiland ruft: Ihr Menschen, eilt,
kommt und bekehrt euch unverweilt,
jetzt ist die Zeit der Gnaden!
Heut ist der Tag; verstockt doch nicht
die Herzen, die der Bösewicht
hat mit viel Gräul beladen!

7. O Jesu, sieh, ich komm´ Dein Wort
zu hören an geweihtem Ort!
Ich komme mich zu stärken
mit Deinem teuern Leib und Blut;
darin besteht mein höchstes Gut,
und nicht in meinen Werken.

8. Ich komm´, o Herr, ich seufz´ und sieh´,
mein Mund, ob ich Dich gleich nicht seh´,
lässt sein Gebet erschallen:
Ach, wasche mich, so werd´ ich rein,
und hilf mir, dass ich Dir allein
mög´ ewig wohlgefallen.

9. Ja, Jesu, meiner Seele Licht!
Du rufst, ich komm´ und säume nicht,
bei Dir nun Ruh´ zu haben.
Dir ist bekannt, wie sehr mein Herz
beladen ist mit Angst und Schmerz;
doch du kannst kräftig laben.

10. Es hebt mich Deines Geist´s Gewalt,
dass ich den Segen mannichfalt
in Not und Kreuz empfinde;
und weil Du, mein Herr Jesu Christ,
im finstern Tal auch bei mir bist,
schreckt mich nicht Tod und Sünde.

11. Bald kommt der große Tag heran,
da man, o Jesu, hören kann
Dein Rufen nach dem Leiden:
Kommt, ihr Gesegneten, zugleich,
ererbt von mir das Himmelreich,
und lebt in tausend Freuden!


(Lied, Autor: Unbekannt - Aus dem Liederschatz von Albert Knapp)