Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

christliche-gedichte.de - 02.04.2020
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Die Deinen, Herr, sind lauter Gnadenwunder

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1. Die Deinen, Herr, sind lauter Gnadenwunder,
Du herrlicher und wunderbarer Gott!
Sie sind Dein Volk sind Deiner Wahrheit Zunder;
an ihnen wird der Erdenwitz zu Spott.
Du nennest wohl mit Recht Dich „Wunderbar!“
Denn wie Dein Name, so ist auch Dein Ruhm,
das zeigest Du an Deinem Eigentum;
Du stellest uns der Welt zum Wunder dar.

2. O Wunderrat! O namenlose Güte!
Dein Herz zerbrach Dir über unsrem Tod,
Du kamst als Gott ins sterbliche Geblüte,
und gabst Dich selbst für mich in tausend Not.
Du machtest uns von allem Fluche frei,
und Alles, was verdorben wieder gut,
den Blinden gabst Du wieder Herz und Mut,
Dein Blut ward uns ein Siegel ew´ger Treu´.

3. Preis, Kraft und Heil sei Dir, o Herr, gesungen,
Für Deine Macht und Deinen Liebestrieb,
womit Du uns aus Satans Hand errungen;
wie hast Du doch Dein Menschenkind so lieb!
Du tötest und zerschlagest Mark und Bein,
damit es sich in Dir auf ewig freu,
und stets aufs Neu´ zu Deiner Lust gedeih.
O Wundertrieb! O Liebe sonder Schein!

4. Hier hast Du mich, o wunderbarer König,
regiere mich nach Deinem Liebesrat!
Des Werks ist viel, und meiner Jahre wenig;
doch weiß ich schon von mancher Wundertat.
Ach, lass mich Dir auch ohne Sehen traun,
und wenn Dein Pfad in großen Wassern geht,
und eine Tiefe hier und dort entsteht,
so lass mich fest auf Deine Treue baun!

5. Ich rühme Deine wunderbare Hilfe,
die Du mir schon so tausendfach erzeigt!
Der Menschentrost gleicht doch nur morschem Schilfe,
das leicht ein Wetterwind zum Grunde neigt.
Du aber machst Dir eine Freude draus,
und rechnest Gnade Dir zu Ehren an,
wenn Du, mein Gott, allein ein Werk getan;
drum trau ich Dir im härtsten Kampf und Strauß.

6. Ach, zeuch mich nur in die geheimen Wege,
wo Jesus sich der Gnade Denkmal baut!
O liebliche, o süße Dornenstege,
wo man auf jedem Tritt nur Segen schaut!
Wohlan, hier hast Du mich, o Lebensfürst!
Nun leite mich auch ferner wunderlich;
ich weiß, Du setzest noch zu Ehren mich,
wenn Du die Deinen mit Dir krönen wirst.


(Lied, Autor: Unbekannt - Aus dem Liederschatz von Albert Knapp)