Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

christliche-gedichte.de - 21.01.2020
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O welch ein Trost für meine Seele

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1. O welch ein Trost für meine Seele,
dass Gott bei dir Vergebung ist,
und dass du wenn ich Schwacher fehle,
mir nicht ein strenger Richter bist!
Wie könnt´ ich sonst vor dir bestehn,
und der verdienten Straf´ entgehn?

2. Ja, deine Gnade ist mein Leben;
aus ihr fließt Heil und Trost mir zu.
Wer ist zum Schonen und Vergeben,
o Vater, williger als du?
Du, den nur unser Wohl erfreut,
erzeigst uns gern Barmherzigkeit .

3. Mit Zuversicht darauf zu hoffen,
heißt uns, gesandt von dir, dein Sohn.
Durch ihn steht uns der Zutritt offen
zu deinem ew´gen Gnadenthron,
wenn wir uns täglich nur bemühn,
der schnöden Dienst zu fliehn.

4. Wohl mir, wenn deine Gnad´
und Treue mein Herz zu deiner Liebe rührt,
mich über mein Vergehn zur Reue,
Sorgfalt in der Bess´rung führt!
Dann find´ ich auch in deiner Huld
gewiss Verzeihung meiner Schuld.

5. Und, o wie wohl ist meiner Seele,
wenn ihr dein Friede nicht gebricht!
Ob dann auch äußres Glück mir fehle,
fehlt mir doch wahre Ruhe nicht;
und die ist mehr als Alles wert,
was sonst die Welt für Glück erklärt.

6. Dann bin ich froh und gutes Mutes
bei jeder Furcht in jedem Leid;
dann hoff´ ich von dir lauter Gutes
für meine Zeit und Ewigkeit.
Des Himmels Vorschmack hab´ ich hier,
hab ich nur Frieden, Gott, mit dir.

7. Gib, dass ich dies zu Herzen fasse,
und mich zum Fleiß der Heiligung
durch deine Gnade leiten lasse,
so fehlt mir nie Beruhigung;
und tröstest du mein Herz, o Gott,
so halt ich treulich dein Gebot.

8. Dann komm´ ich auch zum innern Frieden,
den kein Verderben unterbricht,
und freue mehr noch, als hienieden,
mich in des höhern Lebens Licht,
des großen Glücks, im Herzen rein,
und dir, Gott, angenehm zu sein.


(Lied, Autor: Unbekannt - Aus dem Liederschatz von Albert Knapp)