Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

christliche-gedichte.de - 25.11.2017
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Gott, mein Trost und mein Vertrauen

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1. Gott, mein Trost und mein Vertrauen,
ewig meine Zuversicht,
deine Hilfe werd´ ich schauen,
seh´ ich sonst auch nirgends Licht;
auch auf rauhen dunkeln Wegen
find´ ich Freude, find´ ich Segen.
Deiner Führung folg´ ich still;
wie du willst, nicht wie ich will.

2. Seit der Jugend ersten Jahren
hast du treulich mich geführt.
O wie oft hab´ ich erfahren,
wie dein Vaterherz gerührt
Hilfe mir und Rettung sandte,
wenn mein Flehn zu dir sich wandte!
Deiner Führung folg´ ich still;
wie du willst, nicht wie ich will.

3. Alles sei dir übergeben;
was du tust, ist wohlgetan.
Es sei Sterben oder Leben,
dankbar nehm´ ich alles an.
Mag die Last auch schwer mich drücken,
du kannst stärken und erquicken.
Deiner Führung folg´ ich still;
wie du willst, nicht wie ich will.

4. Führe mich, Herr, wie du denkest,
daß ich vor dir wandeln soll!
Wenn nur du mein Schicksal lenkest,
o so geht´s mir ewig wohl;
steh´ ich nur bei dir in Gnaden,
welcher Feind kann dann mir schaden?
Deiner Führung folg´ ich still;
wie du willst, nicht wie ich will.

5. Muß ich manchen Schmerz empfinden,
fühl´ ich oft, wie schwer es sei,
sich durch Leiden durchzuwinden,
weiß ich doch, mein Gott ist treu.
Jede Last hilfst du mir tragen,
und ich sollte trostlos zagen?
Deiner Führung folg´ ich still;
wie du willst, nicht wie ich will.

6. Bin ich niedrig hier auf Erden,
trifft mich unverdienter Hohn,
hoff´ ich doch erhöht zu werden,
Ewiger, vor deinem Thron.
Mögen denn mich Menschen hassen,
du, du wirst mich nicht verlassen.
Deiner Führung folg´ ich still;
wie du willst, nicht wie ich will.

7. Nicht den Ruhm, den Menschen geben,
nicht der Sinnen Lust, nicht Geld
such´ ich; nur ein frommes Leben
sei mein Reichtum auf der Welt.
Meine Lust sei dich zu schauen,
und mein Stolz dir zu vertrauen.
Deiner Führung folg´ ich still;
wie du willst, nicht wie ich will.

8. Ich empfehl´mich deinen Händen,
Vater, voll Zufriedenheit.
Jede Klage wird sich enden,
jeder Schmerz wird Seligkeit.
Kann ich von des Himmels Höhen
einst mein Schicksal übersehen,
o dann sprech´ ich tiefgerührt:
Selig hast du mich geführt:


(Lied, Autor: Nach Elisab. Eleonore v. Sachsen-Meiningen (1658 - 1729,v. Friedr. Brauer (1754 )