Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

christliche-gedichte.de - 02.04.2020
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Jesu, meines Lebens Leben

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Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn.

Phil. 1,21 (Luther 1912)


1. Jesu, meines Lebens Leben,
Jesu, meines Todes Tod,
der du dich für mich gegeben
in die tiefste Seelennot,
in das äusserste Verderben,
nur dass ich nicht möchte sterben:
Tausend-, tausendmal sei dir,
liebster Jesu, Dank dafür.

2. Du, ach,du hast ausgestanden
Lästerreden, Spott und Hohn,
Speichel, Schläge, Strick und Banden
du gerechter Gottessohn,
nur mich Armen zu erretten
von des Teufels Sündenketten!
Tausend-, tausendmal sei dir,
liebster Jesu, Dank dafür.

3. Du hast lassen Wunden schlagen,
dich erbärmlich richten zu,
um zu heilen meine Plagen
um zu setzen mich in Ruh;
ach, du hast zu meinem Segen
lassen dich mit Fluch belegen.
Tausend-, tausendmal sei dir,
liebster Jesu, Dank dafür.

4. Man hat dich sehr hart verhöhnet,
dich mit großem Schimpf belegt,
gar mit Dornen dich gekrönet:
Was hat dich dazu bewegt?
Dass du möchtest mich ergötzen,
mir die Ehrenkron aufsetzen.
Tausend-, tausendmal sei dir,
liebster Jesu, Dank dafür.

5. Du hast wollen sein geschlagen
zu befreien mich von Pein,
fälschlich lassen dich anklagen,
dass ich könnte sicher sein;
dass ich möge Trost erlangen,
hast du ohne Trost gehangen.
Tausend-, tausendmal sei dir,
liebster Jesu, Dank dafür.

6. Du hast dich in Not gestecket,
hast gelitten mit Geduld,
gar den herben Tod geschmecket,
um zu büßen meine Schuld;
dass ich würde losgezählet,
hast du wollen sein gequälet.
Tausend-, tausendmal sei dir,
liebster Jesu, Dank dafür.

7. Deine Demut hat gebüßet
meinen Stolz und übermut,
dein Tod meinen Tod versüßet;
es kommt alles mir zu gut.
Dein Verspotten, dein Verspeien
muss zu Ehren mir gedeihen.
Tausend-, tausendmal sei dir,
liebster Jesu, Dank dafür.

8. Nun, ich danke dir von Herzen,
Herr, für alle deine Not:
für die Wunden, für die Schmerzen,
für den herben, bittern Tod;
für dein Zittern, für dein Zagen,
für dein tausendfaches Plagen,
für dein Angst und tiefe Pein
will ich ewig dankbar sein.


(Lied, Autor: Ernst Christoph Homburg (1607 - 1681))