Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

christliche-gedichte.de - 24.08.2019
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Gebet

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In Ehrfurcht mich verneigend,
steh ich, oh Gott, vor dir.
Gedanken bringen schweigend,
mein Fehlen auf's Papier.
Von Tränen, die mich quälen
mit Scham und Traurigkeit,
will, Herr, ich jetzt erzählen,
in Demut, Dankbarkeit.

Auf Wegen, weit gegangen
in meiner Lebenszeit,
nahm mich die Welt gefangen
mit falscher Kostbarkeit.
Ich ließ mich gern verführen,
zu vielem Tun bereit,
um hinterher zu spüren:
Ging wieder Mal zu weit.

An Grenzen ich mich wagte,
gefährlich und riskant,
wo deine Stimme sagte:
"Du stehst zu weit am Rand.
Gehst einen Schritt nun weiter,
greift meine Hand ins Leer'
und als dein Schutz, Begleiter,
sorg ich mich um dich sehr?"

Mit Trotz und Eigenwillen
hab ich dich ignoriert.
Doch konnte nichts mich stillen,
was mir die Welt gebiert.
Das was mich lockte, bannte,
erfüllte nicht mein Sein,
als plötzlich ich erkannte:
Du ließt mich nicht allein.

Bist stets mir nachgegangen,
hast liebend mich gesucht.
Um Leben zu erlangen,
hast du's für mich gebucht.
Mit Blut steht unterschrieben:
"Ich nehm mich deiner an".
Wie kannst du mich so lieben,
wo ich dir wehgetan?


(Gedicht, Autor: Anette Esposito, 2008)


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